Gartenlexikon

Was bedeutet autochthon, worin unterscheiden sich Wildpflanzen und Zuchtsorten und was ist eigentlich ein Sandarium? In unserem Gartenlexikon erklären wir wichtige Begriffe rund um naturnahes Gärtnern, heimische Pflanzen und tierfreundliche Lebensräume – kurz, verständlich und praxisnah.

A

Archäophyt

Archäophyten sind Pflanzenarten, die durch menschlichen Einfluss bereits vor 1492 in ein Gebiet gelangt sind und sich dort dauerhaft etabliert haben. Viele kamen im Zusammenhang mit früher Landwirtschaft und Handel nach Mitteleuropa. Sie werden von den später eingeführten Neophyten unterschieden.

Natur- und Artenschutz · Pflanzen

Artenvielfalt

Artenvielfalt bezeichnet die Vielfalt verschiedener Tier-, Pflanzen-, Pilz- und Mikroorganismenarten in einem Gebiet. Sie ist ein Teil der biologischen Vielfalt, zu der außerdem die genetische Vielfalt und die Vielfalt der Ökosysteme gehören.

Natur- und Artenschutz

Ausdauernde Pflanze

Ausdauernde Pflanzen leben länger als zwei Jahre und können über mehrere Vegetationsperioden erneut austreiben. Je nach Art überdauern sie ungünstige Zeiten beispielsweise mit Wurzeln, Rhizomen, Knollen, Zwiebeln oder verholzten Pflanzenteilen.

Pflanzen

Autochthon

Autochthon bedeutet ursprünglich oder alteingesessen in einem bestimmten Gebiet. Bei Pflanzen wird der Begriff häufig für Vorkommen verwendet, die sich dort ohne menschliche Einführung entwickelt haben. Im Gartenbau ist meist die genauere Bezeichnung gebietsheimisch hilfreicher.

Natur- und Artenschutz · Pflanzen

B

Benjeshecke

Eine Benjeshecke besteht aus locker zwischen Pfählen aufgeschichtetem Gehölzschnitt. Sie bietet Tieren Deckung und Nistmöglichkeiten und kann sich durch eingetragene Samen allmählich begrünen. Nicht jeder Reisighaufen entwickelt sich jedoch automatisch zu einer artenreichen Hecke.

Gartenpraxis · Lebensräume

Passenden Beitrag lesen

Bestäubung

Bestäubung ist die Übertragung von Pollen auf die für die Befruchtung empfänglichen Teile einer Blüte. Sie kann durch Tiere, Wind, Wasser oder Selbstbestäubung erfolgen. Erst nach erfolgreicher Bestäubung und Befruchtung können bei Samenpflanzen Samen entstehen.

Pflanzen · Tiere

Biodiversität

Biodiversität oder biologische Vielfalt umfasst drei Ebenen: die Vielfalt der Arten, die genetische Vielfalt innerhalb der Arten und die Vielfalt der Ökosysteme. Der Begriff ist deshalb weiter gefasst als Artenvielfalt.

Natur- und Artenschutz

Biotop

Ein Biotop ist ein räumlich abgrenzbarer Lebensraum mit bestimmten Umweltbedingungen. Teich, Trockenmauer oder Blumenwiese können unterschiedliche Biotope sein. Die darin lebende Gemeinschaft von Organismen wird als Biozönose bezeichnet.

Lebensräume · Natur- und Artenschutz

Biotopverbund

Ein Biotopverbund ist ein räumliches Netzwerk aus Kernflächen, verbindenden Elementen und Trittsteinen. Er soll den Austausch zwischen Lebensräumen ermöglichen und der Isolation von Populationen entgegenwirken. Welche Strukturen helfen, hängt von den jeweiligen Arten ab.

Lebensräume · Natur- und Artenschutz

Blähton

Blähton besteht aus Ton, der bei hohen Temperaturen zu leichten, porösen Körnern gebrannt wird. Er wird unter anderem als strukturstabiler Bestandteil von Pflanzsubstraten, in Hydrokulturen oder für technische Dränschichten eingesetzt. Blähton liefert Pflanzen kaum Nährstoffe.

Boden · Gartenpraxis

Passenden Beitrag lesen

Blumenwiese

Eine Blumenwiese ist eine dauerhaft bestehende Pflanzengemeinschaft aus Gräsern und krautigen Blütenpflanzen. Sie wird nur wenige Male im Jahr gemäht. Standort, Saatgut, Bodenvorbereitung und der Abtransport des Mähguts beeinflussen ihre Entwicklung maßgeblich.

Gartenpraxis · Lebensräume · Pflanzen

Bodenhilfsstoff

Bodenhilfsstoffe sind Stoffe ohne wesentlichen eigenen Nährstoffgehalt, die biologische, chemische oder physikalische Eigenschaften des Bodens beeinflussen sollen. Sie sind rechtlich von Düngemitteln, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln zu unterscheiden.

Boden · Gartenpraxis

Passenden Beitrag lesen

Bodenleben

Zum Bodenleben gehören alle im Boden lebenden Organismen, darunter Bakterien, Pilze, Einzeller, Fadenwürmer, Milben, Springschwänze und Regenwürmer. Gemeinsam zersetzen sie organisches Material, setzen Nährstoffe um und wirken an der Bildung stabiler Bodenstrukturen mit.

Boden · Natur- und Artenschutz

Bodenschluss

Bodenschluss bedeutet, dass Saatgut oder Pflanzenwurzeln ausreichend Kontakt zum umgebenden Boden haben. Bei einer Aussaat wird feines Saatgut deshalb häufig angedrückt.

Boden · Gartenpraxis

Brutzelle

Eine Brutzelle ist eine einzelne Kammer innerhalb eines Nestes, in der sich der Nachwuchs entwickelt. Bei vielen Wildbienen legt das Weibchen einen Vorrat aus Pollen und Nektar hinein, legt darauf ein Ei ab und verschließt anschließend die Zelle.

Lebensräume · Tiere

Passenden Beitrag lesen

D

Direktsaat

Bei der Direktsaat wird Saatgut unmittelbar an seinem endgültigen Standort im Beet, Hochbeet oder Pflanzgefäß ausgesät. Die Jungpflanzen werden nicht vorgezogen und später umgepflanzt. Aussaatzeit, Saattiefe und Abstand richten sich nach der jeweiligen Pflanzenart.

Gartenpraxis · Pflanzen

Drainage

Drainage bezeichnet Maßnahmen oder Schichten, mit denen überschüssiges Wasser kontrolliert abgeleitet werden soll. Im Pflanzgefäß sind vor allem freie Abflusslöcher und ein geeignetes Substrat entscheidend.

Boden · Gartenpraxis

Dunkelkeimer

Dunkelkeimer benötigen für eine zuverlässige Keimung Dunkelheit oder werden durch Licht in ihrer Keimung gehemmt. Ihr Saatgut wird entsprechend der jeweiligen Art mit Substrat bedeckt. Die passende Saattiefe ist artspezifisch.

Gartenpraxis · Pflanzen

Passenden Beitrag lesen

E

Einjährige Pflanze

Einjährige Pflanzen durchlaufen ihren gesamten Lebenszyklus innerhalb einer Vegetationsperiode. Sie keimen, wachsen, blühen, bilden Samen und sterben anschließend ab. Die nächste Generation überdauert bei diesen Arten in der Regel als Saatgut.

Pflanzen

Erdnister

Erdnister legen ihre Nester im Boden an. Bei Wildbienen gräbt das Weibchen je nach Art eigene Nistgänge oder nutzt geeignete vorhandene Hohlräume. Wichtig sind offene, ungestörte Bodenstellen mit passender Bodenart, Feuchtigkeit und Besonnung.

Lebensräume · Tiere

Passenden Beitrag lesen

Extensive Pflege

Extensive Pflege bedeutet, eine Fläche mit vergleichsweise wenigen Eingriffen zu erhalten. Dazu können seltene Mahd, der Verzicht auf Dünger und das zeitversetzte Zurückschneiden von Pflanzen gehören. Wenig Pflege bedeutet dabei nicht, eine Fläche vollständig sich selbst zu überlassen.

Gartenpraxis · Natur- und Artenschutz

F

Flachwasserzone

Die Flachwasserzone ist ein dauerhaft wasserbedeckter, relativ seichter Bereich eines Teiches. Sie erwärmt sich schnell und bietet geeigneten Wasser- und Sumpfpflanzen sowie vielen Tieren Lebensraum. Ein flacher Übergang erleichtert Tieren außerdem den Ein- und Ausstieg.

Gartenpraxis · Lebensräume

Passenden Beitrag lesen

Frostschaden

Ein Frostschaden entsteht, wenn niedrige Temperaturen Pflanzengewebe schädigen. Eiskristallbildung, Wasserverlust und starke Temperaturwechsel können Zellen, Knospen, Blüten, Wurzeln oder Rinde verletzen. Art und Ausmaß hängen von Pflanze, Entwicklungsstadium und Frostverlauf ab.

Gartenpraxis · Pflanzen

Fruchtansatz

Fruchtansatz bezeichnet die frühe Phase, in der sich aus einer Blüte eine wachsende junge Frucht entwickelt. Bei vielen Pflanzen setzt dies Bestäubung und Befruchtung voraus. Ausnahmen sind parthenokarpe Früchte, die sich ohne Befruchtung bilden können.

Pflanzen

Fruchtfolge

Fruchtfolge bezeichnet die zeitliche Abfolge verschiedener Kulturpflanzen auf derselben Fläche. Ein geplanter Wechsel von Pflanzenfamilien und Nährstoffansprüchen kann Bodenfruchtbarkeit erhalten und die Vermehrung bestimmter Krankheiten und Schädlinge begrenzen.

Gartenpraxis · Pflanzen

Passenden Beitrag lesen

G

Gebietsheimisch

Gebietsheimisch beschreibt Pflanzen, die aus einem bestimmten Herkunftsgebiet stammen und dort natürlich vorkommen. Bei Ansaaten in der freien Natur ist die regionale Herkunft besonders wichtig. Für den besiedelten Bereich gelten teilweise andere rechtliche Rahmenbedingungen.

Natur- und Artenschutz · Pflanzen

Gefüllte Blüte

Bei einer gefüllten Blüte sind zusätzliche Blütenblätter vorhanden, häufig weil Staubblätter züchterisch in Blütenblätter umgewandelt wurden. Dadurch können Pollen und Nektar reduziert oder schwerer erreichbar sein. Wie stark das zutrifft, unterscheidet sich je nach Pflanze und Sorte.

Pflanzen · Tiere

Passenden Beitrag lesen

Gehölz

Als Gehölze werden Pflanzen bezeichnet, deren oberirdische Achsen dauerhaft verholzen. Dazu gehören Bäume, Sträucher und Zwergsträucher. Stauden unterscheiden sich davon, weil ihre oberirdischen Triebe in der Regel nicht dauerhaft verholzen.

Pflanzen

Generalist

Ein Generalist kann ein vergleichsweise breites Spektrum an Nahrung, Lebensräumen oder anderen Ressourcen nutzen. Welche Breite gemeint ist, hängt vom betrachteten Merkmal ab. Eine Art kann bei der Nahrung generalistisch und beim Nistplatz dennoch spezialisiert sein.

Natur- und Artenschutz · Tiere

Passenden Beitrag lesen

Geophyt

Geophyten sind mehrjährige Pflanzen, deren Überdauerungsorgane im Boden liegen. Dazu zählen je nach Art Zwiebeln, Knollen oder Rhizome. Auf diese Weise können sie ungünstige Jahreszeiten überstehen und später erneut austreiben.

Pflanzen

Gründüngung

Bei einer Gründüngung werden Pflanzen vor allem zum Schutz und zur Verbesserung des Bodens angebaut, nicht zur Ernte. Sie bedecken den Boden, durchwurzeln ihn und liefern anschließend organisches Material. Welche Arten geeignet sind, hängt auch von der geplanten Fruchtfolge ab.

Boden · Gartenpraxis · Pflanzen

Passenden Beitrag lesen

H

Habitat

Habitat bezeichnet den Lebensraum einer bestimmten Art oder eines bestimmten Entwicklungsstadiums. Ein Garten kann für dieselbe Tierart mehrere benötigte Teilhabitate enthalten, etwa Nahrungspflanzen, Nistplätze und Winterquartiere.

Lebensräume · Natur- und Artenschutz

Heimische Pflanze

Eine heimische Pflanze kommt in einem betrachteten Gebiet natürlicherweise oder bereits seit langer Zeit etabliert vor. Welche Art als heimisch gilt, hängt deshalb immer vom geografischen Bezugsraum und von der verwendeten Definition ab.

Natur- und Artenschutz · Pflanzen

Passenden Beitrag lesen

Hohlraumnister

Hohlraumnister nutzen vorhandene Hohlräume für ihre Nester. Einige Wildbienenarten besiedeln beispielsweise Käferfraßgänge, hohle Pflanzenstängel oder geeignete Niströhren. Sie bilden nur einen Teil der heimischen Wildbienenarten ab.

Lebensräume · Tiere

Passenden Beitrag lesen

Humus

Humus ist die Gesamtheit der abgestorbenen organischen Substanz im Boden. Er entsteht durch die Zersetzung und Umwandlung pflanzlicher, tierischer und mikrobieller Reste. Humus beeinflusst unter anderem Bodenstruktur, Nährstoffspeicherung und Wasserhaltevermögen.

Boden · Natur- und Artenschutz

Passenden Beitrag lesen

I

Insektenhotel

Insektenhotel ist eine Sammelbezeichnung für künstliche Nisthilfen und Unterschlüpfe für Insekten. Viele angebotene Modelle erfüllen die Ansprüche der beworbenen Arten nicht. Bauweise, Material, Standort und Zielart entscheiden darüber, ob eine Nisthilfe funktioniert.

Gartenpraxis · Lebensräume · Tiere

Passenden Beitrag lesen

Invasiver Neophyt

Ein invasiver Neophyt ist eine nach der Entdeckung Amerikas durch menschlichen Einfluss eingeführte Pflanzenart, deren Ausbreitung die biologische Vielfalt oder andere Schutzgüter gefährden kann. Nicht jeder Neophyt ist invasiv.

Natur- und Artenschutz · Pflanzen

Passenden Beitrag lesen

K

Käferkeller

Ein Käferkeller ist ein mit morschem Holz, Ästen und anderem organischem Material gefüllter, teilweise in den Boden eingelassener Lebensraum. Er soll holzbewohnenden Organismen und weiteren Gartentieren geschützte, feuchte Strukturen anbieten.

Gartenpraxis · Lebensräume

Kaltkeimer

Kaltkeimer benötigen nach der Aussaat eine längere kühle und feuchte Phase, bevor die Keimung einsetzen kann. Dieser natürliche Mechanismus verhindert bei vielen Arten, dass Samen bereits vor dem Winter austreiben.

Gartenpraxis · Pflanzen

Passenden Beitrag lesen

Keimruhe

Keimruhe oder Dormanz verhindert, dass ein keimfähiger Samen sofort austreibt, obwohl Wasser, Sauerstoff und Temperatur grundsätzlich geeignet erscheinen. Je nach Pflanzenart wird sie beispielsweise durch Kälte, Wärme, Licht, Nachreifung oder eine durchlässiger werdende Samenschale beendet.

Gartenpraxis · Pflanzen

Kokoserde

Kokoserde ist ein Pflanzsubstrat oder Substratbestandteil aus aufbereiteten Fasern und feinem Material der Kokosnussschale. Sie ist torffrei und kann Wasser speichern, enthält aber je nach Produkt nur wenige Pflanzennährstoffe. Qualität und Salzgehalt können variieren.

Boden · Gartenpraxis

Passenden Beitrag lesen

Kompost

Kompost entsteht, wenn organische Garten- und Küchenabfälle unter Beteiligung von Sauerstoff, Mikroorganismen und Bodentieren zersetzt werden. Reifer Kompost liefert organische Substanz und Pflanzennährstoffe und kann die Bodenstruktur sowie das Bodenleben fördern.

Boden · Gartenpraxis

Passenden Beitrag lesen

Krautsaum

Ein Krautsaum ist ein streifenförmiger Pflanzenbestand am Übergang zwischen zwei Lebensräumen, etwa vor einer Hecke oder entlang eines Weges. Wird er selten und abschnittsweise gemäht, kann er Nahrung, Deckung und Überwinterungsplätze bieten.

Gartenpraxis · Lebensräume · Pflanzen

L

Laubhaufen

Ein Laubhaufen ist eine locker aufgeschichtete Ansammlung von Herbstlaub. An einem ruhigen, geschützten Ort kann er Tieren Versteck- und Überwinterungsmöglichkeiten bieten. Das Laub wird außerdem nach und nach von Bodenorganismen zersetzt.

Gartenpraxis · Lebensräume

Passenden Beitrag lesen

Lavagranulat

Lavagranulat ist gebrochenes und nach Korngröße sortiertes vulkanisches Gestein. Es ist porös, strukturstabil und wird als mineralischer Bestandteil von Pflanzsubstraten oder als Bodenabdeckung eingesetzt. Seine Eigenschaften unterscheiden sich je nach Herkunft und Körnung.

Boden · Gartenpraxis

Passenden Beitrag lesen

Lebensraum

Ein Lebensraum ist ein Bereich mit bestimmten Bedingungen, in dem Organismen leben, Nahrung finden und sich fortpflanzen können. Im Naturgarten entstehen unterschiedliche Lebensräume beispielsweise durch Wasser, Gehölze, offene Böden, Steine und Totholz.

Lebensräume · Natur- und Artenschutz

Passenden Beitrag lesen

Lichtkeimer

Lichtkeimer benötigen Licht als Signal für die Keimung. Ihr Saatgut wird deshalb nicht oder nur sehr dünn bedeckt und anschließend angedrückt. Viele typische Wiesenpflanzen gehören zu dieser Gruppe.

Gartenpraxis · Pflanzen

Passenden Beitrag lesen

Lichtverschmutzung

Lichtverschmutzung bezeichnet die Aufhellung der natürlichen Nacht durch künstliches Licht. Unnötige, zu helle oder ungünstig ausgerichtete Beleuchtung kann den Tag-Nacht-Rhythmus von Menschen und Tieren verändern und nachtaktive Insekten beeinträchtigen.

Natur- und Artenschutz · Tiere

M

Magerbeet

Ein Magerbeet ist ein nährstoffarmer Pflanzbereich, der häufig aus mineralischen Bestandteilen wie Sand, Kies oder Schotter aufgebaut wird. Es eignet sich für Pflanzen, die auf mageren und trockenen Standorten konkurrenzfähig sind.

Boden · Lebensräume · Pflanzen

Passenden Beitrag lesen

Mahdgut

Mahdgut ist das beim Mähen anfallende Pflanzenmaterial. Wird es nach dem Trocknen von einer Wiese abgeräumt, werden mit ihm Nährstoffe von der Fläche abgeführt. Bleibt viel Mahdgut dauerhaft liegen, kann sich eine dichte Streuschicht bilden, die niedrige Pflanzen und lichtbedürftige Keimlinge beeinträchtigt.

Boden · Gartenpraxis

Mischkultur

Mischkultur bezeichnet den gleichzeitigen Anbau verschiedener Nutz- und Begleitpflanzen auf derselben Beetfläche. Die Arten werden räumlich miteinander kombiniert. Sie unterscheidet sich damit von der Fruchtfolge, welche die zeitliche Abfolge der Kulturen beschreibt.

Gartenpraxis · Pflanzen

Passenden Beitrag lesen

Mittelzehrer

Mittelzehrer sind Kulturpflanzen mit einem mittleren Nährstoffbedarf. Sie liegen in der gärtnerischen Einteilung zwischen Stark- und Schwachzehrern. Wie viel Dünger tatsächlich erforderlich ist, hängt von Pflanzenart, Boden und vorhandener Nährstoffversorgung ab.

Gartenpraxis · Pflanzen

Passenden Beitrag lesen

Mulch

Mulch ist eine schützende Schicht aus organischem oder mineralischem Material auf der Bodenoberfläche. Sie kann Verdunstung und Erosion verringern sowie unerwünschten Aufwuchs unterdrücken. Material und Schichtdicke müssen zum Standort und zur Bepflanzung passen.

Boden · Gartenpraxis

Passenden Beitrag lesen

Mulchmahd

Bei der Mulchmahd wird das Schnittgut stark zerkleinert und bleibt auf der gemähten Fläche liegen. Die Nährstoffe gehen in den Boden zurück. Für artenreiche, magere Blumenwiesen ist dieses Verfahren daher weniger geeignet als Mähen mit anschließendem Abräumen.

Boden · Gartenpraxis

N

Nährstoffmangel

Nährstoffmangel liegt vor, wenn einer Pflanze ein notwendiger Nährstoff nicht in ausreichender Menge oder nicht in verfügbarer Form zur Verfügung steht. Symptome wie Verfärbungen oder Wachstumsstörungen sind oft unspezifisch und können auch andere Ursachen haben.

Boden · Gartenpraxis · Pflanzen

Naturgarten

Ein Naturgarten ist ein bewusst gestalteter und gepflegter Garten, der Menschen Raum bietet und zugleich heimische Tiere und Pflanzen fördert. Typisch sind vielfältige Lebensräume, standortgerechte Bepflanzung und eine möglichst ressourcenschonende Pflege.

Gartenpraxis · Lebensräume · Natur- und Artenschutz

Passenden Beitrag lesen

Naturnah

Naturnah beschreibt eine Gestaltung oder Pflege, die sich an natürlichen Vorgängen und Lebensräumen orientiert. Der Begriff ist nicht geschützt und sagt allein noch nichts über die konkrete ökologische Qualität einer Fläche aus.

Gartenpraxis · Natur- und Artenschutz

Passenden Beitrag lesen

Naturteich

Ein Naturteich ist ein möglichst naturnah gestaltetes Gartengewässer mit unterschiedlichen Tiefen- und Uferbereichen. Pflanzen, Mikroorganismen und Tiere prägen sein ökologisches Gleichgewicht. Auf Fische, steile glatte Ränder und unnötige chemische Mittel wird verzichtet.

Gartenpraxis · Lebensräume

Passenden Beitrag lesen

Nektar

Nektar ist eine zuckerhaltige Flüssigkeit, die Pflanzen in speziellen Drüsen bilden. Sie dient vielen Tieren als energiereiche Nahrung und kann Bestäuber zum Blütenbesuch anlocken. Nektar und Pollen erfüllen unterschiedliche Funktionen.

Pflanzen · Tiere

Neophyt

Als Neophyten gelten Pflanzenarten, die nach 1492 durch menschlichen Einfluss in ein Gebiet gelangt sind. Viele bleiben unauffällig und verursachen keine bekannten Probleme. Nur ein kleiner Teil wird als invasiv bewertet.

Natur- und Artenschutz · Pflanzen

Passenden Beitrag lesen

Nistgang

Ein Nistgang ist ein von einem Tier angelegter oder genutzter Gang, von dem einzelne Brutzellen abgehen oder hintereinander angeordnet werden. Länge, Durchmesser, Material und Verschluss unterscheiden sich je nach Art.

Lebensräume · Tiere

Passenden Beitrag lesen

Nisthilfe

Eine Nisthilfe ist eine künstlich geschaffene Struktur, die Tieren geeignete Plätze für Brut oder Nachwuchs bietet. Sie ersetzt weder Nahrung noch natürliche Lebensräume und muss auf die Bedürfnisse der jeweiligen Artengruppe abgestimmt sein.

Gartenpraxis · Lebensräume · Tiere

Passenden Beitrag lesen

O

Offene Bodenstelle

Eine offene Bodenstelle ist ein unbewachsener oder nur lückig bewachsener Bereich. Solche Stellen können bodennistenden Insekten als Nistplatz dienen und manchen kurzlebigen Pflanzen die Keimung ermöglichen. Bodenart, Besonnung und Feuchtigkeit bestimmen, welche Arten profitieren.

Boden · Lebensräume · Tiere

Passenden Beitrag lesen

Olla

Eine Olla ist ein unglasiertes, poröses Tongefäß, das in den Boden eingegraben und mit Wasser gefüllt wird. Das Wasser tritt langsam durch die Gefäßwand in den umgebenden Boden über. Wie groß der bewässerte Bereich ist, hängt unter anderem von Gefäß, Boden und Wasserbedarf ab.

Boden · Gartenpraxis

Passenden Beitrag lesen

P

Parthenokarpie

Parthenokarpie bezeichnet die Bildung einer Frucht ohne vorherige Befruchtung der Samenanlage. Solche Früchte sind meist samenlos. Die Eigenschaft kann natürlich vorkommen, durch Züchtung verstärkt oder bei manchen Kulturen durch äußere Behandlung ausgelöst werden.

Pflanzen

Perlite

Perlite ist ein vulkanisches Glas, das durch starkes Erhitzen zu einem sehr leichten, porösen Material aufgebläht wird. Als Bestandteil von Pflanzsubstraten kann es den Luftanteil erhöhen und die Struktur lockern. Es besitzt selbst nur einen geringen Nährstoffgehalt.

Boden · Gartenpraxis

Passenden Beitrag lesen

Pfahlwurzel

Eine Pfahlwurzel ist eine kräftige, meist senkrecht in den Boden wachsende Hauptwurzel, von der schwächere Seitenwurzeln abzweigen. Sie kann tiefe Bodenschichten erschließen und bei manchen Arten zusätzlich als Speicherorgan dienen.

Boden · Pflanzen

Pikieren

Pikieren bedeutet, dicht stehende junge Sämlinge vorsichtig zu vereinzeln und in eigene Töpfe oder mit größerem Abstand umzupflanzen. Dadurch erhalten sie mehr Platz für ihre weitere Entwicklung. Nicht jede Pflanzenart verträgt diesen Arbeitsschritt gleich gut.

Gartenpraxis · Pflanzen

Pionierpflanze

Pionierpflanzen besiedeln offene, gestörte oder neu entstandene Standorte frühzeitig. Sie kommen häufig mit nährstoffarmen oder extremen Bedingungen zurecht und beeinflussen den Standort so, dass später weitere Pflanzenarten folgen können.

Natur- und Artenschutz · Pflanzen

Pollen

Pollen besteht aus Pollenkörnern, welche die männlichen Fortpflanzungszellen der Samenpflanzen transportieren. Für Bienen ist Pollen zugleich eine wichtige Eiweiß- und Nährstoffquelle, insbesondere für die Versorgung ihrer Larven.

Pflanzen · Tiere

R

Raupenfutterpflanze

Eine Raupenfutterpflanze dient Schmetterlingsraupen als Nahrung. Viele Raupen können nur bestimmte Pflanzenarten, Gattungen oder Familien verwerten. Blüten mit Nektar für erwachsene Schmetterlinge ersetzen deshalb nicht automatisch geeignete Nahrung für deren Nachwuchs.

Pflanzen · Tiere

Passenden Beitrag lesen

Regiosaatgut

Regiosaatgut ist Saatgut gebietseigener Wildpflanzen aus festgelegten Ursprungsgebieten. Es wird vor allem verwendet, um bei Ansaaten außerhalb von Siedlungen die regionalen genetischen Besonderheiten wild lebender Pflanzenbestände zu berücksichtigen.

Natur- und Artenschutz · Pflanzen

Reisighaufen

Ein Reisighaufen besteht aus locker aufgeschichteten dünnen Ästen und Zweigen. Die entstehenden Zwischenräume können Vögeln, Kleinsäugern, Amphibien und Wirbellosen Deckung bieten. Er sollte an einem möglichst ungestörten Ort liegen bleiben dürfen.

Gartenpraxis · Lebensräume

Passenden Beitrag lesen

Rhizom

Ein Rhizom ist eine unterirdisch oder bodennah wachsende Sprossachse. Es besitzt Knoten, kann Nährstoffe speichern und neue Triebe sowie Wurzeln bilden. Rhizome sind botanisch keine Wurzeln, auch wenn sie unter der Erde wachsen.

Pflanzen

Rindenmulch

Rindenmulch besteht aus zerkleinerter Baumrinde und wird als Bodenabdeckung verwendet. Er unterdrückt Aufwuchs und vermindert die Austrocknung des Bodens, eignet sich aber nicht für jede Pflanzung. Beim Abbau kann vorübergehend Stickstoff im Oberboden gebunden werden.

Boden · Gartenpraxis

Passenden Beitrag lesen

Rote Liste

Rote Listen bewerten und dokumentieren nach festgelegten Kriterien die Gefährdungssituation von Tier-, Pflanzen- und Pilzarten in einem bestimmten Bezugsraum. Eine Aufnahme bedeutet nicht automatisch gesetzlichen Schutz. Auch ungefährdete und nicht bewertete Arten können in Gesamtartenlisten aufgeführt sein.

Natur- und Artenschutz

S

Sandarium

Ein Sandarium ist eine sonnige, möglichst trockene Sandfläche, die bodennistenden Wildbienen und anderen grabenden Insekten Nistmöglichkeiten bieten soll. Entscheidend sind grabfähiges Material, ausreichend offene Oberfläche und passende Nahrungspflanzen in der Umgebung.

Gartenpraxis · Lebensräume · Tiere

Passenden Beitrag lesen

Schwachzehrer

Schwachzehrer sind Kulturpflanzen mit vergleichsweise geringem Nährstoffbedarf. Zu ihnen werden unter anderem Feldsalat, Radieschen und verschiedene Kräuter gezählt. Auch Schwachzehrer benötigen Nährstoffe, vertragen aber häufig keine starke Düngung.

Gartenpraxis · Pflanzen

Passenden Beitrag lesen

Selbstaussaat

Bei der Selbstaussaat fallen reife Samen einer Pflanze an Ort und Stelle oder in ihrer Umgebung aus und keimen dort ohne gezielte Aussaat durch den Menschen. Ob daraus neue Pflanzen entstehen, hängt unter anderem von Boden, Konkurrenz, Feuchtigkeit und Witterung ab.

Gartenpraxis · Pflanzen

Solitär lebend

Solitär lebende Tiere bilden keinen dauerhaften Staat mit gemeinsamer Brutpflege. Viele Wildbienenweibchen bauen und versorgen jeweils ihr eigenes Nest. Mehrere einzelne Nester können dennoch dicht nebeneinander liegen.

Tiere

Passenden Beitrag lesen

Sonnenbrand

Sonnenbrand bezeichnet Schäden an Pflanzengewebe durch starke Sonneneinstrahlung und Hitze. Betroffene Blätter, Früchte oder Rindenbereiche können aufhellen, braun werden oder absterben. Besonders gefährdet sind plötzlich freigestellte oder nicht an intensive Sonne gewöhnte Pflanzen.

Gartenpraxis · Pflanzen

Sorte

Eine Sorte ist eine durch Züchtung oder Auslese entstandene Gruppe von Pflanzen mit festgelegten und wiedererkennbaren Merkmalen. Diese können beispielsweise Wuchs, Blütenfarbe, Ertrag oder Widerstandsfähigkeit betreffen. Sorten sind nicht grundsätzlich ökologisch wertlos.

Pflanzen

Spätfrost

Als Spätfrost wird Frost während einer bereits fortgeschrittenen Wachstumsphase im Frühjahr bezeichnet. Besonders gefährdet sind frisch ausgetriebene Blätter, Blüten und junge Früchte, weil sie häufig weniger frosthart sind als ruhende Pflanzenteile im Winter.

Gartenpraxis · Pflanzen

Spezialist

Ein Spezialist nutzt nur ein eng begrenztes Spektrum bestimmter Ressourcen oder Lebensbedingungen. Manche Wildbienen sammeln beispielsweise Pollen nur an Pflanzen einer bestimmten Gattung oder Familie. Spezialisierung macht Arten häufig besonders abhängig von passenden Lebensräumen.

Natur- und Artenschutz · Tiere

Passenden Beitrag lesen

Starkzehrer

Starkzehrer sind Kulturpflanzen mit vergleichsweise hohem Nährstoffbedarf, insbesondere während ihres kräftigen Wachstums. Dazu zählen beispielsweise viele Kohlarten, Kürbis, Tomate und Zucchini.

Gartenpraxis · Pflanzen

Passenden Beitrag lesen

Staude

Eine Staude ist eine mehrjährige krautige Pflanze. Ihre oberirdischen Triebe verholzen nicht dauerhaft und können im Winter ganz oder teilweise absterben, während die Pflanze aus bodennahen oder unterirdischen Organen erneut austreibt.

Pflanzen

Staunässe

Staunässe entsteht, wenn Wasser im Boden oder Pflanzgefäß über längere Zeit nicht ausreichend abfließen kann. Dabei werden luftgefüllte Bodenporen mit Wasser gefüllt und den Wurzeln fehlt Sauerstoff. Empfindliche Pflanzen reagieren mit Wurzelschäden oder Fäulnis.

Boden · Gartenpraxis

Steilwandnister

Steilwandnister graben ihre Nester in geeignete senkrechte oder stark geneigte Flächen aus Lehm, Löss oder ähnlich formstabilem Material.

Lebensräume · Tiere

Passenden Beitrag lesen

Steinhaufen

Ein Steinhaufen schafft Spalten, Hohlräume sowie warme und kühle Bereiche. Je nach Standort und Aufbau kann er Verstecke, Sonnenplätze oder Winterquartiere bieten. Besonders wertvoll ist er, wenn unterschiedliche Steingrößen und ungestörte Randbereiche vorhanden sind.

Gartenpraxis · Lebensräume

Passenden Beitrag lesen

Stratifizieren

Stratifizieren bezeichnet eine gezielte Behandlung von Saatgut, mit der die natürliche Keimruhe bestimmter Arten überwunden wird. Bei vielen Kaltkeimern geschieht dies durch eine längere feuchte Kältephase. Dauer und Temperatur richten sich nach der jeweiligen Pflanzenart.

Gartenpraxis · Pflanzen

Passenden Beitrag lesen

Strukturvielfalt

Strukturvielfalt bezeichnet das Vorhandensein unterschiedlicher Strukturen in einem Lebensraum. Im Garten schaffen beispielsweise Gehölze, offene Bodenstellen, Wasserflächen, Steine, Totholz und unterschiedlich hohe Vegetation verschiedene Lebensräume und ökologische Nischen.

Lebensräume · Natur- und Artenschutz

Passenden Beitrag lesen

Substrat

Ein Pflanzsubstrat ist ein natürliches oder zusammengestelltes Material, in dem Pflanzen wurzeln. Es soll den Wurzeln Halt geben und je nach Verwendung Wasser, Luft sowie Nährstoffe bereitstellen. Zusammensetzung und Eigenschaften werden an die jeweilige Kultur angepasst.

Boden · Gartenpraxis

Passenden Beitrag lesen

Sukzession

Sukzession bezeichnet die zeitliche Veränderung von Artenzusammensetzung und Vegetation an einem Standort. Auf offenem Boden können beispielsweise zunächst kurzlebige Pionierpflanzen, später ausdauernde Stauden, Sträucher und schließlich Gehölze folgen. Der tatsächliche Verlauf hängt vom Standort ab.

Lebensräume · Natur- und Artenschutz · Pflanzen

T

Torffrei

Torffrei bedeutet, dass ein Pflanzsubstrat keinen Torf enthält. Torffreie und torfreduzierte Produkte sind nicht dasselbe, denn torfreduzierte Erden können weiterhin einen erheblichen Torfanteil besitzen. Als Ersatzstoffe dienen beispielsweise Holzfasern, Rindenhumus und Kompost.

Boden · Gartenpraxis · Natur- und Artenschutz

Totholz

Totholz ist abgestorbenes Holz, das als stehender oder liegender Stamm, Ast oder Wurzel in der Natur verbleibt. Es dient zahlreichen Pilzen, Käfern und anderen Organismen als Nahrung, Entwicklungsort oder Unterschlupf und ist ein wichtiger Bestandteil vieler Lebensräume.

Lebensräume · Natur- und Artenschutz

Trittsteinbiotop

Ein Trittsteinbiotop ist eine kleinere geeignete Lebensraumfläche zwischen größeren oder voneinander getrennten Lebensräumen. Es kann Tieren und Pflanzen die Ausbreitung erleichtern oder vorübergehend Nahrung und Schutz bieten, ersetzt aber keinen vollständigen Lebensraum.

Lebensräume · Natur- und Artenschutz

Passenden Beitrag lesen

Trockenmauer

Eine Trockenmauer wird aus Natursteinen ohne Mörtel aufgeschichtet. Ihre Fugen und unterschiedlich temperierten Bereiche können Pflanzen und Tieren Lebensraum bieten. Ein tragfähiger Aufbau und die standsichere Ausführung sind besonders wichtig.

Gartenpraxis · Lebensräume

Trockenstress

Trockenstress entsteht, wenn eine Pflanze weniger Wasser aufnehmen kann, als sie für Stoffwechsel, Wachstum und Verdunstung benötigt. Mögliche Folgen sind eingerollte oder welke Blätter, vermindertes Wachstum, Blüten- und Fruchtfall sowie dauerhafte Gewebeschäden.

Gartenpraxis · Pflanzen

Tröpfchenbewässerung

Bei der Tröpfchenbewässerung wird Wasser langsam und gezielt über einzelne Tropfstellen in den Wurzelbereich abgegeben. Dadurch bleiben Verdunstungsverluste geringer als bei einer großflächigen Beregnung.

Gartenpraxis

Passenden Beitrag lesen

Ü

Überwinterungsquartier

Ein Überwinterungsquartier ist ein geschützter Ort, an dem Tiere eine für sie ungünstige Jahreszeit überdauern. Je nach Art können dies beispielsweise Laub, Totholz, Pflanzenstängel, Bodenhohlräume, Baumhöhlen oder frostfreie Gebäudespalten sein.

Lebensräume · Tiere

Passenden Beitrag lesen

V

Vermiculit

Vermiculit ist ein natürliches Schichtsilikat, das durch starkes Erhitzen zu einem leichten, porösen Granulat aufgebläht wird. In Pflanzsubstraten kann es Wasser und Nährstoffe speichern. Es ersetzt keine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung.

Boden · Gartenpraxis

Passenden Beitrag lesen

Versiegelung

Versiegelung bedeutet, dass Boden durch Gebäude, Asphalt, Beton, Pflaster oder andere Befestigungen vollständig oder teilweise abgedeckt wird. Dadurch werden Wasserversickerung, Gasaustausch, Bodenleben und weitere natürliche Bodenfunktionen eingeschränkt.

Boden · Natur- und Artenschutz

Vorkultur

Bei der Vorkultur werden Pflanzen zunächst in Saatschalen, Töpfen oder einem geschützten Anzuchtbereich herangezogen. Sobald sie ausreichend entwickelt und die Bedingungen im Freien geeignet sind, werden sie an ihren endgültigen Standort gepflanzt.

Gartenpraxis · Pflanzen

W

Warmkeimer

Warmkeimer benötigen für die Keimung eine artspezifisch erhöhte Temperatur. Welche Temperatur optimal ist, unterscheidet sich je nach Pflanze. Die Einteilung als Warmkeimer sagt nicht aus, ob das Saatgut zusätzlich Licht oder Dunkelheit benötigt.

Gartenpraxis · Pflanzen

Passenden Beitrag lesen

Wasserspeichervermögen

Das Wasserspeichervermögen beschreibt, wie viel Wasser ein Boden oder Substrat aufnehmen und speichern kann.

Boden · Gartenpraxis

Wildbiene

Als Wildbienen bezeichnet man alle wild lebenden Bienenarten – im Gegensatz zur vom Menschen gehaltenen Honigbiene. Die meisten Wildbienen leben als Einzelgängerinnen und stellen je nach Art unterschiedliche Ansprüche an Nistplätze und Nahrungspflanzen.

Tiere

Passenden Beitrag lesen

Wildform

Als Wildform wird die natürlich vorkommende Ausgangsform einer Art bezeichnet, die nicht gezielt als gärtnerische Sorte gezüchtet wurde. Wildformen sind genetisch nicht völlig einheitlich und können sich in einzelnen Merkmalen voneinander unterscheiden.

Pflanzen

Wildpflanze

Eine Wildpflanze ist eine Pflanzenart, die ohne züchterische Veränderung in der freien Natur vorkommt. Ob sie zugleich heimisch ist, hängt von ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet ab. Auch eine gebietsfremde Art kann deshalb eine Wildpflanze sein.

Pflanzen

Wildstaude

Eine Wildstaude ist eine mehrjährige krautige Wildpflanze. Im Unterschied zu einer gärtnerischen Sorte wurde ihre Wildform nicht gezielt auf Merkmale wie Blütenfarbe, Wuchshöhe oder gefüllte Blüten ausgelesen.

Pflanzen

Wurmkiste

Eine Wurmkiste ist ein Behälter, in dem geeignete organische Küchenabfälle mithilfe von Kompostwürmern und Mikroorganismen verarbeitet werden. Dabei entstehen Wurmkompost und nährstoffreiche Flüssigkeit. Feuchtigkeit, Belüftung und geeignetes Futter müssen im Gleichgewicht bleiben.

Boden · Gartenpraxis

Passenden Beitrag lesen

Wurzelfäule

Wurzelfäule ist ein Sammelbegriff für das Absterben und Verfaulen von Wurzelgewebe. Häufig wirken Sauerstoffmangel durch anhaltende Nässe und pilzähnliche oder pilzliche Krankheitserreger zusammen. Betroffene Pflanzen können trotz feuchten Bodens welken und an Standfestigkeit verlieren.

Boden · Gartenpraxis · Pflanzen

Z

Zeolith

Zeolithe sind poröse kristalline Alumosilikate mit einer hohen inneren Oberfläche. Bestimmte Zeolithe können Wasser und positiv geladene Nährstoffionen binden und später wieder abgeben. Ihre Wirkung hängt von Art, Körnung, Dosierung und Einsatzbereich ab.

Boden · Gartenpraxis

Passenden Beitrag lesen

Zweijährige Pflanze

Zweijährige Pflanzen benötigen normalerweise zwei Vegetationsperioden für ihren Lebenszyklus. Im ersten Jahr bilden sie meist Blätter und Speicherorgane, im zweiten Jahr blühen und fruchten sie. Nach der Samenbildung stirbt die einzelne Pflanze gewöhnlich ab.

Pflanzen

Zwiebelpflanze

Zwiebelpflanzen überdauern ungünstige Jahreszeiten mithilfe einer unterirdischen Zwiebel. Diese besteht aus einem stark verkürzten Spross und verdickten Speicherblättern. Aus ihr treibt die Pflanze in der nächsten Wachstumsperiode erneut aus.

Pflanzen