Mit unserem CO₂-Rechner kannst du verschiedene Verkehrsmittel direkt vergleichen und herausfinden, wie viel CO₂ deine Strecke verursacht.
CO₂-Rechner
Mit diesem CO₂-Rechner kannst du den ungefähren CO₂-Ausstoß deiner Fahrt berechnen und mit anderen Verkehrsmitteln vergleichen.
Mehr Mitfahrer = deutlich bessere Klimabilanz
Wer den CO₂-Ausstoß verschiedener Verkehrsmittel vergleicht, schaut meist zuerst auf die Antriebsart. Dabei wird ein anderer Faktor oft unterschätzt: wie viele Menschen gleichzeitig transportiert werden.
Fährst du alleine mit dem Auto, entfällt der gesamte CO₂-Ausstoß auf eine einzelne Person. Sitzen dagegen mehrere Personen im Fahrzeug, verteilt sich dieser auf alle Mitfahrenden. Eine Fahrgemeinschaft verbessert die persönliche Klimabilanz deshalb deutlich – selbst bei einem klassischen Verbrenner.
Genau deshalb schneiden Fernbusse im CO₂-Vergleich oft überraschend gut ab. Sie transportieren viele Menschen gleichzeitig und sind auf längeren Strecken gut ausgelastet. Ähnliches gilt auch für Flugzeuge: Die Emissionen pro Person wären deutlich höher, wenn deutlich weniger Passagiere an Bord wären. Trotzdem gehört Fliegen weiterhin zu den emissionsintensivsten Arten des Reisens – besonders auf kurzen und mittleren Strecken.
Die Ergebnisse in unserem CO₂-Rechner beziehen sich deshalb immer auf eine einzelne Person – unabhängig davon, welches Verkehrsmittel gewählt wird.
Große und schwere Autos verbrauchen deutlich mehr Energie
Nicht jedes Auto verursacht automatisch gleich viel CO₂. Besonders Größe und Gewicht haben einen enormen Einfluss auf den Energieverbrauch – unabhängig davon, ob es sich um einen Verbrenner oder ein Elektroauto handelt.

Ein kleines Stadtauto benötigt deutlich weniger Energie zum Beschleunigen als ein schwerer SUV. Gleichzeitig werden für große Fahrzeuge mehr Materialien benötigt, was sich zusätzlich auf die Klimabilanz auswirkt.
Vor allem hohe Geschwindigkeiten und häufiges Beschleunigen machen schwere Fahrzeuge ineffizient. Das merkt man nicht nur an der Tankstelle, sondern auch beim CO₂-Ausstoß.
Deshalb kann ein kompakter Kleinwagen mit Verbrennungsmotor in bestimmten Situationen eine bessere Klimabilanz haben als ein großes und schweres Elektroauto.
Elektroauto oder Verbrenner? Die Klimabilanz ist komplex!
Beim Thema Mobilität wird häufig sehr vereinfacht diskutiert: Verbrenner schlecht, Elektroauto gut. In der Realität ist die Klimabilanz allerdings deutlich komplexer.
Denn entscheidend ist nicht nur, was während der Fahrt aus dem Auspuff kommt – sondern auch, wie ein Fahrzeug produziert, genutzt und geladen wird.
Herstellung und Nutzung müssen getrennt betrachtet werden
Ein klassischer Verbrenner verursacht den Großteil seiner Emissionen während der Nutzung. Bei Elektroautos entsteht dagegen bereits bei der Produktion ein größerer CO₂-Ausstoß – vor allem durch die Herstellung der Batterie.
Elektroautos starten deshalb zunächst mit einem größeren „CO₂-Rucksack“. Während der Nutzung holen sie diesen Nachteil jedoch häufig wieder auf, da im Betrieb deutlich weniger Emissionen entstehen.
Wie schnell sich dieser Unterschied ausgleicht, hängt unter anderem davon ab:
- wie lange das Fahrzeug genutzt wird,
- wie groß die Batterie ist,
- und mit welchem Strom geladen wird.
Die Batterie hat großen Einfluss auf die Klimabilanz
Die Herstellung von Lithium-Ionen-Akkus benötigt große Mengen Energie und Rohstoffe. Vor allem große Batterien verschlechtern daher die CO₂-Bilanz eines Elektroautos deutlich.
Gleichzeitig sorgen größere Akkus aber auch für mehr Reichweite. Genau hier entsteht der Zielkonflikt vieler moderner Elektroautos: Mehr Reichweite & Komfort bedeutet auch mehr Gewicht, mehr Ressourcenverbrauch und höhere Emissionen bei der Produktion.
Wie stark sich die Batterie tatsächlich auf die Klimabilanz auswirkt, hängt zusätzlich davon ab:
- wo produziert wird,
- wie hoch der Anteil erneuerbarer Energien bei der Herstellung war,
- und wie lange das Fahrzeug später genutzt wird.
Mit welchem Strom geladen wird, macht einen enormen Unterschied
Wie klimafreundlich ein Elektroauto wirklich fährt, hängt auch vom verwendeten Strommix ab.
Wird überwiegend Strom aus Kohle oder Gas genutzt, verschlechtert sich die Bilanz spürbar. Steigt dagegen der Anteil erneuerbarer Energien, sinken auch die Emissionen pro gefahrenem Kilometer.
Gerade deshalb wird sich die Klimabilanz vieler Elektroautos in den kommenden Jahren weiter verbessern, wenn der Anteil erneuerbarer Energien im Stromnetz steigt.
Fliegen verursacht besonders hohe Emissionen
Fliegen gehört zu den emissionsintensivsten Arten des Reisens – besonders auf kurzen und mittleren Strecken.
Vor allem Start und Steigflug werden große Mengen Treibstoff verbraucht. Bei Kurzstrecken verteilt sich dieser hohe Energiebedarf zusätzlich auf vergleichsweise wenige Kilometer. Genau deshalb schneiden Kurzstreckenflüge bei der Klimabilanz besonders schlecht ab.
Trotzdem spielt auch beim Flugzeug die Auslastung eine wichtige Rolle. Gut gefüllte Maschinen schneiden pro Person deutlich besser ab als halbleere Flüge. Das ändert allerdings nichts daran, dass Flugreisen im Vergleich weiterhin zu den klimaschädlichsten Verkehrsmitteln gehören.
Gerade auf innerdeutschen Strecken oder bei Verbindungen zwischen größeren Städten ist die Bahn deshalb die deutlich klimafreundlichere Alternative.
Urlaubsflüge verursachen enorme Mengen CO₂

Ein Hin- und Rückflug von Deutschland auf die Malediven verursacht pro Person über 5 Tonnen CO₂.
Zum Vergleich: Mit einem Auto könntest du bei ähnlichen Emissionen mehr als 25.000 Kilometer fahren.
Bahn und ÖPNV schneiden bei der Klimabilanz deutlich besser ab
Züge und öffentlicher Nahverkehr transportieren viele Menschen gleichzeitig. Dadurch verteilt sich der CO₂-Ausstoß auf sehr viele Fahrgäste – und die Emissionen pro Person sinken deutlich.
Besonders klimafreundlich sind:
- elektrifizierte Bahnstrecken,
- gut ausgelastete Züge,
- und moderne öffentliche Verkehrssysteme mit hohem Anteil erneuerbarer Energien.
Vor allem auf längeren Strecken schneidet die Bahn deutlich besser ab als Auto oder Flugzeug.

Allerdings gibt es auch im öffentlichen Verkehr Unterschiede. Nicht jede Bahn fährt elektrisch und viele Busse nutzen weiterhin Dieselantriebe. Gleichzeitig schwankt die Auslastung je nach Region und Tageszeit stark. Während Bahnen im Berufsverkehr sehr voll sind, fahren Busse außerhalb der Stoßzeiten teilweise deutlich leerer.
Trotzdem liegen Bahn und ÖPNV bei der Klimabilanz im Durchschnitt klar vor dem eigenen Auto – besonders dann, wenn dieses nur von einer einzelnen Person genutzt wird.
CO₂-Rechner liefern Orientierung – keine exakten Werte
Der tatsächliche CO₂-Ausstoß eines Fahrzeugs hängt von vielen Faktoren ab.
Eine wichtige Rolle spielen unter anderem:
- Fahrstil,
- Geschwindigkeit,
- Außentemperatur,
- Beladung,
- Reifen,
- oder Stauaufkommen
Natürlich auch die Auslastung: Ein voll besetztes Auto verursacht pro Person deutlich weniger Emissionen als dieselbe Fahrt mit nur einer einzelnen Person im Fahrzeug.
CO₂-Rechner arbeiten deshalb immer mit Durchschnittswerten und typischen Verbrauchsdaten. Unser Rechner soll keine perfekte persönliche Klimabilanz liefern, sondern eine möglichst realistische Orientierung bieten.

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