25 heimische Wildstauden für Wildbienen

Zuletzt aktualisiert: 16. August 2026

Wer Wildbienen im Garten unterstützen möchte, sollte gezielt passende Blütenpflanzen auswählen. Denn nicht allein ein großes Blütenangebot ist entscheidend: Während manche Wildbienen an Pflanzen verschiedener Familien sammeln (), sind andere auf bestimmte Gattungen oder Pflanzengruppen angewiesen ().

Heimische Wildstauden sind besonders wertvoll, weil sie gemeinsam mit unseren Wildbienen entstanden sind. Ihre Blütenformen, Blütezeiten und Pollenangebote passen zu den Bedürfnissen vieler heimischer Arten.

In diesem Artikel stellen wir dir 25 heimische Wildstauden für Wildbienen vor. Die Auswahl beginnt mit frühen Nahrungsquellen und reicht bis zu Arten, die im Spätsommer und Herbst blühen. So kannst du ein Beet zusammenstellen, in dem über viele Monate Pollen und verfügbar sind.

25 heimische Wildstauden für Wildbienen im Überblick

Die Tabelle zeigt Blütezeit, Wuchshöhe und die Zahl der Wildbienenarten, die die jeweilige Pflanze als Nahrungsquelle nutzen. In Klammern steht, wie viele davon auf die entsprechende Pflanzengruppe spezialisiert sind. Hohe Zahlen sind hilfreich, aber nicht das einzige Auswahlkriterium: Auch eine Pflanze mit wenigen Besuchern kann für einzelne Spezialisten unverzichtbar oder als frühe beziehungsweise späte Nahrungsquelle besonders wertvoll sein.

Deutscher NameBotanischer NameBlüteHöheWildbienen*
Geflecktes LungenkrautPulmonaria officinalisIII–VI15–30 cm16 (2)
Wiesen-SchlüsselblumePrimula verisIV–VI10–20 cm3 (0)
Kriechender GünselAjuga reptansV–VIII15–30 cm41 (2)
Gewöhnlicher HornkleeLotus corniculatusV–VIII5–30 cm77 (23)
Gewöhnlicher WundkleeAnthyllis vulnerariaV–VIII15–30 cm61 (20)
Kleines HabichtskrautPilosella officinarumV–X5–25 cm88 (17)
Wiesen-WitwenblumeKnautia arvensisV–VIII30–80 cm19 (5)
WiesensalbeiSalvia pratensisV–VIII30–60 cm48 (2)
Rundblättrige GlockenblumeCampanula rotundifoliaVI–IX10–25 cm38 (12)
Knäuel-GlockenblumeCampanula glomerataVI–IX20–60 cm33 (12)
Acker-GlockenblumeCampanula rapunculoidesVI–IX30–70 cm33 (12)
Gewöhnlicher NatternkopfEchium vulgareVI–VIII40–80 cm39 (4)
Quirlblütiger SalbeiSalvia verticillataVI–IX30–60 cm39 (2)
Wiesen-FlockenblumeCentaurea jaceaVI–IX20–80 cm97 (14)
Skabiosen-FlockenblumeCentaurea scabiosaVI–VIII40–100 cm93 (14)
Steifhaariger LöwenzahnLeontodon hispidusVI–X10–40 cm78 (17)
Aufrechter ZiestStachys rectaVI–X30–60 cm43 (3)
Heil-ZiestStachys officinalisVI–IX30–80 cm43 (3)
Sand-ThymianThymus serpyllumVI–X10–20 cm41 (2)
Nesselblättrige GlockenblumeCampanula tracheliumVII–VIII40–100 cm32 (12)
Tauben-SkabioseScabiosa columbariaVII–XI20–60 cm15 (5)
TeufelsabbissSuccisa pratensisVII–IX30–50 cm14 (5)
WegwarteCichorium intybusVII–X30–120 cm87 (18)
OreganoOriganum vulgareVII–IX20–50 cm30 (2)
Gewöhnliche GoldruteSolidago virgaureaVII–X70–120 cm73 (12)
* Anzahl der dokumentierten Wildbienenarten; spezialisierte Arten in Klammern. Quelle: NaturaDB

Warum spezialisierte Wildbienen besondere Pflanzen brauchen

Viele Wildbienenarten können Pollen verschiedener Pflanzenfamilien sammeln. Spezialisierte Arten sind dagegen an bestimmte Pflanzengruppen gebunden. Glockenblumen-Scherenbienen benötigen beispielsweise Glockenblumen, während Knautien- und Skabiosen-Sandbienen auf Arten wie Witwenblumen, Skabiosen und Teufelsabbiss spezialisiert sind. Diese früher den Kardengewächsen zugeordneten Pflanzen zählen heute zu den Geißblattgewächsen. Fehlen sie während der Flugzeit, können die Weibchen ihre Brutzellen nicht ausreichend mit Pollen versorgen.

Ein wildbienenfreundliches Beet sollte deshalb nicht nur Pflanzen enthalten, die von vielen unterschiedlichen Wildbienenarten besucht werden. Wertvoll ist eine Mischung aus spezialisierten Pollenpflanzen, ergiebigen Nektarquellen sowie frühen und späten Blühern.

Tipp: Pflanze mehrere Exemplare derselben Art in kleinen Gruppen. Größere Blütenbestände werden von Wildbienen leichter gefunden und ermöglichen ihnen eine effizientere Nahrungssuche.

Frühe Wildstauden für Wildbienen

Im Frühjahr ist das Blütenangebot vieler Gärten noch überschaubar. Lungenkraut und Schlüsselblume beginnen besonders früh, während Günsel, Hornklee, Wundklee, Habichtskraut, Witwenblume und Wiesensalbei den Übergang in den Sommer sichern.

Geflecktes Lungenkraut (Pulmonaria officinalis)

Das Gefleckte Lungenkraut öffnet seine erst rötlichen, später blauvioletten Blüten bereits ab März. Es eignet sich für frische, humose Bereiche im Halbschatten und bringt dort früh im Jahr Farbe unter Gehölze. Für langrüsselige Wildbienen sind die tiefen Blütenröhren gut erreichbare Nahrungsquellen.

Steckbrief

  • Blüte: März–Juni
  • Wuchshöhe: 15–30 cm
  • Standort: Halbschatten bis Schatten
  • Boden: sandig bis lehmig, frisch bis feucht
  • Verwendung: Gehölzrand, Unterpflanzung, schattiges Wildstaudenbeet
  • Nahrung für: 16 Wildbienenarten
  • Spezialisierte Wildbienen: Beinwell-Sandbiene und Gebirgs-Natternkopfbiene
  • Besonderer Wert: sehr frühes Nahrungsangebot im Halbschatten

Wiesen-Schlüsselblume (Primula veris)

Die Wiesen-Schlüsselblume trägt ihre duftenden gelben Blüten über einer niedrigen Blattrosette. Sie fühlt sich auf eher mageren, kalkhaltigen Böden in Sonne und Halbschatten wohl. Obwohl NaturaDB nur drei Wildbienenarten dokumentiert, ist sie wegen ihrer frühen Blüte eine sinnvolle Ergänzung im Nahrungskalender.

Steckbrief

  • Blüte: April–Juni
  • Wuchshöhe: 10–20 cm
  • Standort: Sonne bis Halbschatten
  • Boden: sandig bis lehmig, frisch bis feucht
  • Verwendung: Wildstaudenbeet, Wiese, Gehölzrand
  • Nahrung für: 3 Wildbienenarten
  • Spezialisierte Wildbienen: keine dokumentiert
  • Besonderer Wert: früher Blühaspekt von April bis Juni

Kriechender Günsel (Ajuga reptans)

Der Kriechende Günsel bildet mit oberirdischen Ausläufern niedrige Teppiche. Seine blauvioletten Lippenblüten erscheinen ab Mai und werden von zahlreichen Wildbienen besucht. Er eignet sich besonders für frische bis feuchte Böden, an denen er offene Stellen zwischen höheren Stauden schließen kann.

Steckbrief

  • Blüte: Mai–August
  • Wuchshöhe: 15–30 cm
  • Standort: Sonne bis Halbschatten
  • Boden: durchlässig bis humos, frisch bis feucht
  • Verwendung: Bodendecker, Gehölzrand, frisches Wildstaudenbeet
  • Nahrung für: 41 Wildbienenarten
  • Spezialisierte Wildbienen: Wald-Pelzbiene und Frühe Ziest-Schlürfbiene
  • Besonderer Wert: frühe Lippenblüten und bodendeckender Wuchs

Gewöhnlicher Hornklee (Lotus corniculatus)

Der Gewöhnliche Hornklee bleibt niedrig und trägt von Mai bis August gelbe Schmetterlingsblüten. Er wächst auf sonnigen, durchlässigen Böden und ist für viele auf Hülsenfrüchtler spezialisierte Wildbienen besonders wichtig. Durch seinen lockeren, teils niederliegenden Wuchs passt er gut an Beetränder und in magere Pflanzungen.

Steckbrief

  • Blüte: Mai–August
  • Wuchshöhe: 5–30 cm
  • Standort: Sonne
  • Boden: durchlässig bis lehmig, frisch bis trocken
  • Verwendung: , Wiese, Böschung, Beetrand
  • Nahrung für: 77 Wildbienenarten
  • Spezialisierte Wildbienen: Hornklee-Felsenbiene, Französische Felsenbiene, Esparsetten-Sandbiene, Rotklee-Sandbiene, Berg-Kleesandbiene, Rothaarige Kleesandbiene, Grobpunktierte Kleesandbiene, Große Harzbiene, Berg-Wollbiene, Graue Langhornbiene, Juni-Langhornbiene, Wicken-Langhornbiene, Mai-Langhornbiene, Platterbsen-Mörtelbiene, Schwarzbürstige Blattschneiderbiene, Luzerne-Schwebebiene, Luzerne-Sägehornbiene, Spitzfühler-Stängelbiene, Gallen-Mauerbiene, Felsheiden-Mauerbiene, Waldrand-Mauerbiene, Dreizahn-Mauerbiene und Hufeisenklee-Mauerbiene
  • Besonderer Wert: eine der wichtigsten heimischen Pollenpflanzen für spezialisierte Wildbienen

Gewöhnlicher Wundklee (Anthyllis vulneraria)

Der Gewöhnliche Wundklee bildet niedrige Blattrosetten und dichte gelbe Blütenköpfe. Er bevorzugt sonnige, eher magere und durchlässige Standorte. Wie der Hornklee gehört er zu den Schmetterlingsblütlern und versorgt zahlreiche spezialisierte Wildbienen mit Pollen.

Steckbrief

  • Blüte: Mai–August
  • Wuchshöhe: 15–30 cm
  • Standort: Sonne
  • Boden: sandig bis lehmig, frisch bis trocken
  • Verwendung: Magerbeet, Steingarten, Böschung
  • Nahrung für: 61 Wildbienenarten
  • Spezialisierte Wildbienen: Grobpunktierte Kleesandbiene, Luzerne-Sägehornbiene, Luzerne-Schwebebiene, Graue Langhornbiene, Wicken-Langhornbiene, Gallen-Mauerbiene, Felsheiden-Mauerbiene, Juni-Langhornbiene, Berg-Wollbiene, Mai-Langhornbiene, Große Harzbiene, Rothaarige Kleesandbiene, Schwarzbürstige Blattschneiderbiene, Rotklee-Sandbiene, Berg-Kleesandbiene, Esparsetten-Sandbiene, Dreizahn-Mauerbiene, Waldrand-Mauerbiene, Hufeisenklee-Mauerbiene und Platterbsen-Mörtelbiene
  • Besonderer Wert: artenreiche Pollenquelle für Wildbienen an mageren Standorten

Kleines Habichtskraut (Pilosella officinarum)

Das Kleine Habichtskraut bildet flache, behaarte Blattrosetten und breitet sich durch Ausläufer aus. Seine gelben Körbchenblüten erscheinen über einen besonders langen Zeitraum. Auf sonnigen, mageren Flächen bleibt es niedrig und bietet vielen auf Korbblütler spezialisierten Wildbienen Nahrung.

Steckbrief

  • Blüte: Mai–Oktober
  • Wuchshöhe: 5–25 cm
  • Standort: Sonne
  • Boden: sandig bis lehmig, frisch bis trocken
  • Verwendung: Steingarten, Magerbeet, Beetrand, Dachbegrünung
  • Nahrung für: 88 Wildbienenarten
  • Spezialisierte Wildbienen: Zottige Felsenbiene, Pippau-Sandbiene, Gewöhnliche Dörnchensandbiene, Rheinische Dörnchensandbiene, Polierte Sandbiene, Löwenzahn-Dörnchensandbiene, Zwerg-Wollbiene, Strandaster-Seidenbiene, Habichtskraut-Glanzbiene, Dunkelfransige Hosenbiene, Flockenblumen-Langhornbiene, Gekerbte Löcherbiene, Gewöhnliche Löcherbiene, Große Zottelbiene, Stumpfzähnige Zottelbiene, Spitzzähnige Zottelbiene und Salz-Buntbiene
  • Besonderer Wert: niedrige, lange blühende Pollenquelle für Korbblütler-Spezialisten

Wiesen-Witwenblume (Knautia arvensis)

Die Wiesen-Witwenblume trägt ihre lilafarbenen Blütenköpfe auf locker verzweigten Stängeln. Sie blüht ab Mai und passt in sonnige Wildstaudenbeete sowie naturnahe Wiesen. Für einige spezialisierte Wildbienenarten ist sie eine besonders wichtige Pollenquelle.

Steckbrief

  • Blüte: Mai–August
  • Wuchshöhe: 30–80 cm
  • Standort: Sonne
  • Boden: sandig bis lehmig, frisch bis trocken
  • Verwendung: Wildstaudenbeet, , Saum
  • Nahrung für: 19 Wildbienenarten
  • Spezialisierte Wildbienen: Skabiosen-Hosenbiene, Knautien-Hosenbiene, Weißbürstige Harzbiene, Skabiosen-Sandbiene und Knautien-Sandbiene
  • Besonderer Wert: unverzichtbare Pollenquelle für fünf Spezialisten der Kardengewächse

Wiesensalbei (Salvia pratensis)

Der Wiesensalbei öffnet seine blauvioletten Lippenblüten ab Mai. Sein Hebelmechanismus überträgt Pollen auf den Rücken größerer Blütenbesucher. Er bevorzugt sonnige, trockene Standorte und lässt sich nach einem Rückschnitt häufig zu einer weiteren Blüte anregen.

Steckbrief

  • Blüte: Mai–August
  • Wuchshöhe: 30–60 cm
  • Standort: Sonne
  • Boden: sandig bis lehmig, trocken
  • Verwendung: sonniges Wildstaudenbeet, Magerwiese, Böschung
  • Nahrung für: 48 Wildbienenarten
  • Spezialisierte Wildbienen: Wald-Pelzbiene und Frühe Ziest-Schlürfbiene
  • Besonderer Wert: ergiebige Lippenblüten und mögliche Zweitblüte nach Rückschnitt

Wildstauden für Wildbienen im Frühsommer

Ab Juni erreicht das Blütenangebot seinen Höhepunkt. Glockenblumen, Natternkopf, Flockenblumen, Ziest und andere Arten versorgen sowohl Generalisten als auch hochspezialisierte Pollensammler.

Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia)

Die Rundblättrige Glockenblume bleibt niedrig und trägt zierliche blaue Glocken an dünnen Stängeln. Sie wächst auf sonnigen bis halbschattigen, durchlässigen Böden und eignet sich auch für magere Beetränder. Ihre lange Blüte ist für zahlreiche Glockenblumen-Spezialisten wertvoll.

Steckbrief

  • Blüte: Juni–September
  • Wuchshöhe: 10–25 cm
  • Standort: Sonne bis Halbschatten
  • Boden: sandig bis lehmig, frisch bis trocken
  • Verwendung: Steingarten, Beetrand, Magerbeet
  • Nahrung für: 38 Wildbienenarten
  • Spezialisierte Wildbienen: Glockenblumen-Felsenbiene, Kahle Schuppensandbiene, Rote Schuppensandbiene, Ungezähnte Glanzbiene, Braune Schuppensandbiene, Graue Schuppensandbiene, Gezähnte Glanzbiene, Glockenblumen-Schmalbiene, Glockenblumen-Sägehornbiene, Kurzfransige Scherenbiene, Langfransige Scherenbiene und Glockenblumen-Scherenbiene
  • Besonderer Wert: lange Blüte für zwölf Glockenblumen-Spezialisten

Knäuel-Glockenblume (Campanula glomerata)

Die Knäuel-Glockenblume bündelt ihre violetten Einzelblüten zu auffälligen Blütenköpfen. Sie wächst horstig und bevorzugt Sonne bis Halbschatten auf durchlässigen Böden. Mit 33 dokumentierten Wildbienenarten gehört sie zu den vielseitig nutzbaren Glockenblumen für das Beet.

Steckbrief

  • Blüte: Juni–September
  • Wuchshöhe: 20–60 cm
  • Standort: Sonne bis Halbschatten
  • Boden: durchlässig bis lehmig, frisch bis trocken
  • Verwendung: Wildstaudenbeet, Rabatte, Bauerngarten
  • Nahrung für: 33 Wildbienenarten
  • Spezialisierte Wildbienen: Kahle Schuppensandbiene, Glockenblumen-Felsenbiene, Rote Schuppensandbiene, Ungezähnte Glanzbiene, Glockenblumen-Schmalbiene, Graue Schuppensandbiene, Braune Schuppensandbiene, Gezähnte Glanzbiene, Glockenblumen-Sägehornbiene, Kurzfransige Scherenbiene, Langfransige Scherenbiene und Glockenblumen-Scherenbiene
  • Besonderer Wert: gut sichtbare Blütengruppen für Glockenblumen-Spezialisten

Acker-Glockenblume (Campanula rapunculoides)

Die Acker-Glockenblume bildet lange Trauben aus violetten, einseitswendigen Blüten. Über unterirdische Ausläufer kann sie sich kräftig ausbreiten und sollte deshalb dort stehen, wo sie Raum bekommt. Ihre lange Blüte versorgt dieselben spezialisierten Wildbienen wie andere heimische Glockenblumen.

Steckbrief

  • Blüte: Juni–September
  • Wuchshöhe: 30–70 cm
  • Standort: Sonne bis Halbschatten
  • Boden: sandig bis lehmig, frisch bis trocken
  • Verwendung: naturnahes Beet, Saum, größere Pflanzflächen
  • Nahrung für: 33 Wildbienenarten
  • Spezialisierte Wildbienen: Kahle Schuppensandbiene, Glockenblumen-Felsenbiene, Rote Schuppensandbiene, Ungezähnte Glanzbiene, Glockenblumen-Schmalbiene, Graue Schuppensandbiene, Braune Schuppensandbiene, Gezähnte Glanzbiene, Glockenblumen-Sägehornbiene, Kurzfransige Scherenbiene, Langfransige Scherenbiene und Glockenblumen-Scherenbiene
  • Besonderer Wert: ausbreitungsfreudige und lange blühende Pollenquelle

Gewöhnlicher Natternkopf (Echium vulgare)

Der Gewöhnliche Natternkopf ist zweijährig: Im ersten Jahr bildet er eine Rosette, im zweiten seine hohen blauen Blütenstände. Auf sonnigen, trockenen Böden sät er sich an offenen Stellen zuverlässig aus. Seine Blüten werden von vielen Wildbienen besucht und sind für mehrere spezialisierte Arten besonders wichtig.

Steckbrief

  • Blüte: Juni–August
  • Wuchshöhe: 40–80 cm
  • Standort: Sonne
  • Boden: sandig bis lehmig, trocken
  • Verwendung: Trockenbeet, Kiesfläche, Böschung, offene Ruderalfläche
  • Nahrung für: 39 Wildbienenarten
  • Spezialisierte Wildbienen: Matte Natternkopf-Mauerbiene, Glänzende Natternkopf-Mauerbiene, Gebirgs-Natternkopfbiene und Beinwell-Sandbiene
  • Besonderer Wert: wichtige Nahrungsquelle für Natternkopf-Mauerbienen

Quirlblütiger Salbei (Salvia verticillata)

Beim Quirlblütigen Salbei sitzen zahlreiche kleine violette Lippenblüten in übereinanderstehenden Scheinquirlen. Die bevorzugt sonnige und trockene Plätze. Ihre Blüte reicht bis in den September und verlängert damit das Angebot der Salbeiarten.

Steckbrief

  • Blüte: Juni–September
  • Wuchshöhe: 30–60 cm
  • Standort: Sonne
  • Boden: durchlässig, trocken
  • Verwendung: Trockenbeet, , Steingarten
  • Nahrung für: 39 Wildbienenarten
  • Spezialisierte Wildbienen: Wald-Pelzbiene und Frühe Ziest-Schlürfbiene
  • Besonderer Wert: lange Blüte an warmen, trockenen Standorten

Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)

Die Wiesen-Flockenblume trägt violettfarbig-rosa Körbchenblüten auf verzweigten Stängeln. Mit 97 dokumentierten Wildbienenarten erreicht sie den höchsten Wert dieser Auswahl. Sie eignet sich für sonnige, frische bis trockene Beete und naturnahe Wiesen.

Steckbrief

  • Blüte: Juni–September
  • Wuchshöhe: 20–80 cm
  • Standort: Sonne
  • Boden: sandig bis lehmig, frisch bis trocken
  • Verwendung: Wildstaudenbeet, Blumenwiese, Saum
  • Nahrung für: 97 Wildbienenarten
  • Spezialisierte Wildbienen: Pippau-Sandbiene, Zaunwicken-Sandbiene, Zwerg-Wollbiene, Salzsteppen-Zwergwollbiene, Juni-Langhornbiene, Flockenblumen-Langhornbiene, Mai-Langhornbiene, Goldene Steinbiene, Gekerbte Löcherbiene, Zweihöckrige Mauerbiene, Einhöckrige Mauerbiene, Gewöhnliche Löcherbiene, Bedornte Schneckenhausbiene und Salz-Buntbiene
  • Besonderer Wert: sehr artenreiche Pollen- und Nektarquelle

Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa)

Die Skabiosen-Flockenblume wird höher als die Wiesen-Flockenblume und besitzt tief geteilte Blätter. Ihre purpurfarbenen Blütenköpfe stehen auf kräftigen Stängeln. Sie ist eine besonders ergiebige Wahl für sonnige, durchlässige Pflanzungen.

Steckbrief

  • Blüte: Juni–August
  • Wuchshöhe: 40–100 cm
  • Standort: Sonne bis Halbschatten
  • Boden: sandig bis lehmig, frisch bis trocken
  • Verwendung: Wildstaudenbeet, Trockenbeet, Saum
  • Nahrung für: 93 Wildbienenarten
  • Spezialisierte Wildbienen: Pippau-Sandbiene, Zaunwicken-Sandbiene, Zwerg-Wollbiene, Salzsteppen-Zwergwollbiene, Mai-Langhornbiene, Juni-Langhornbiene, Flockenblumen-Langhornbiene, Goldene Steinbiene, Gekerbte Löcherbiene, Zweihöckrige Mauerbiene, Einhöckrige Mauerbiene, Gewöhnliche Löcherbiene, Bedornte Schneckenhausbiene und Salz-Buntbiene
  • Besonderer Wert: hohe Besucherzahl und Nahrung für vierzehn Spezialisten

Steifhaariger Löwenzahn (Leontodon hispidus)

Der Steifhaarige Löwenzahn bildet eine bodennahe Rosette und gelbe Blütenkörbchen auf weitgehend blattlosen Stielen. Seine Blüte reicht bis in den Oktober. Er eignet sich für sonnige bis halbschattige Wiesen- und Beetbereiche, die nicht dauerhaft nass sind.

Steckbrief

  • Blüte: Juni–Oktober
  • Wuchshöhe: 10–40 cm
  • Standort: Sonne bis Halbschatten
  • Boden: durchlässig bis lehmig, frisch bis trocken
  • Verwendung: Blumenwiese, Beetrand, naturnaher Rasen
  • Nahrung für: 78 Wildbienenarten
  • Spezialisierte Wildbienen: Zottige Felsenbiene, Pippau-Sandbiene, Gewöhnliche Dörnchensandbiene, Rheinische Dörnchensandbiene, Polierte Sandbiene, Löwenzahn-Dörnchensandbiene, Zwerg-Wollbiene, Strandaster-Seidenbiene, Habichtskraut-Glanzbiene, Dunkelfransige Hosenbiene, Flockenblumen-Langhornbiene, Gekerbte Löcherbiene, Gewöhnliche Löcherbiene, Große Zottelbiene, Stumpfzähnige Zottelbiene, Spitzzähnige Zottelbiene und Salz-Buntbiene
  • Besonderer Wert: lange blühende Körbchen für zahlreiche spezialisierte Pollensammler

Aufrechter Ziest (Stachys recta)

Der Aufrechte Ziest trägt cremeweiße Lippenblüten in mehreren Scheinquirlen. Er ist an sonnige, trockene und durchlässige Standorte angepasst. Mit seiner langen Blüte bis Oktober ist er besonders für warme Beete und magere Säume interessant.

Steckbrief

  • Blüte: Juni–Oktober
  • Wuchshöhe: 30–60 cm
  • Standort: Sonne
  • Boden: durchlässig bis normal, trocken
  • Verwendung: Trockenbeet, Steingarten, warmer Saum
  • Nahrung für: 43 Wildbienenarten
  • Spezialisierte Wildbienen: Späte Ziest-Schlürfbiene, Wald-Pelzbiene und Frühe Ziest-Schlürfbiene
  • Besonderer Wert: lange Blüte und wichtige Pollenquelle für Ziest-Spezialisten

Heil-Ziest (Stachys officinalis)

Der Heil-Ziest besitzt aufrechte Blütenähren mit purpurrosa Lippenblüten. Im Unterschied zum Aufrechten Ziest kommt er auch mit frischeren Böden und Halbschatten zurecht. Dadurch bringt er das wertvolle Pollenangebot der Ziest-Arten in weniger trockene Gartenbereiche.

Steckbrief

  • Blüte: Juni–September
  • Wuchshöhe: 30–80 cm
  • Standort: Sonne bis Halbschatten
  • Boden: durchlässig bis lehmig, frisch bis trocken
  • Verwendung: Wildstaudenbeet, Wiese, Gehölzrand
  • Nahrung für: 43 Wildbienenarten
  • Spezialisierte Wildbienen: Späte Ziest-Schlürfbiene, Frühe Ziest-Schlürfbiene und Wald-Pelzbiene
  • Besonderer Wert: Ziest-Pollenquelle für frischere und halbschattige Beete

Sand-Thymian (Thymus serpyllum)

Der Sand-Thymian bildet niedrige, aromatisch duftende Polster. Seine rosavioletten Blüten stehen dicht über dem Laub und werden von vielen kleinen Wildbienen gut erreicht. Er braucht einen sonnigen, trockenen Platz und eignet sich für Steinfugen, Mauerkronen und magere Beetränder.

Steckbrief

  • Blüte: Juni–Oktober
  • Wuchshöhe: 10–20 cm
  • Standort: Sonne
  • Boden: sandig bis lehmig, trocken
  • Verwendung: Steingarten, Mauerkrone, Fuge, trockener Beetrand
  • Nahrung für: 41 Wildbienenarten
  • Spezialisierte Wildbienen: Frühe Ziest-Schlürfbiene und Wald-Pelzbiene
  • Besonderer Wert: flache, lange blühende Nektarquelle für trockene Kleinststandorte

Wildstauden für Spätsommer und Herbst

Wenn viele Pflanzen aus dem Frühjahr und Frühsommer bereits verblüht sind, wird das Nahrungsangebot für Wildbienen zunehmend kleiner. Die folgenden Arten schließen Blüh­lü­cken im Spätsommer und verlängern das Angebot teilweise bis in den Oktober oder November.

Nesselblättrige Glockenblume (Campanula trachelium)

Die Nesselblättrige Glockenblume besitzt kräftige, behaarte Blätter und große violettfarbene Blüten. Sie wächst höher als die übrigen Glockenblumen dieser Auswahl und kommt auch mit halbschattigen Plätzen zurecht. Ihre Blüte im Juli und August ist für zwölf spezialisierte Glockenblumen-Bienen relevant.

Steckbrief

  • Blüte: Juli–August
  • Wuchshöhe: 40–100 cm
  • Standort: Sonne bis Halbschatten
  • Boden: durchlässig bis lehmig, frisch bis trocken
  • Verwendung: Gehölzrand, Saum, Wildstaudenbeet
  • Nahrung für: 32 Wildbienenarten
  • Spezialisierte Wildbienen: Glockenblumen-Felsenbiene, Kahle Schuppensandbiene, Rote Schuppensandbiene, Ungezähnte Glanzbiene, Glockenblumen-Schmalbiene, Braune Schuppensandbiene, Graue Schuppensandbiene, Gezähnte Glanzbiene, Glockenblumen-Sägehornbiene, Kurzfransige Scherenbiene, Langfransige Scherenbiene und Glockenblumen-Scherenbiene
  • Besonderer Wert: Glockenblumen-Pollenquelle für halbschattige Pflanzungen

Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria)

Die Tauben-Skabiose bildet hellviolette Blütenköpfe auf langen, feinen Stielen. Ihre außergewöhnlich lange Blüte kann bis in den November reichen. An sonnigen, durchlässigen Standorten ist sie eine wertvolle Pollenquelle für Wildbienen, die auf Skabiosen, Witwenblumen und verwandte Arten spezialisiert sind.

Steckbrief

  • Blüte: Juli–November
  • Wuchshöhe: 20–60 cm
  • Standort: Sonne
  • Boden: durchlässig bis lehmig, frisch
  • Verwendung: Wildstaudenbeet, Steingarten, sonniger Saum
  • Nahrung für: 15 Wildbienenarten
  • Spezialisierte Wildbienen: Weißbürstige Harzbiene, Knautien-Sandbiene, Skabiosen-Sandbiene, Skabiosen-Hosenbiene und Knautien-Hosenbiene
  • Besonderer Wert: sehr lange Blüte bis in den späten Herbst

Teufelsabbiss (Succisa pratensis)

Der Teufelsabbiss trägt kugelige blauviolette Blütenköpfe über einer kompakten Blattrosette. Anders als viele Arten dieser Auswahl benötigt er einen frischen bis feuchten Boden. Damit erweitert er das Wildbienenbeet um eine wichtige Pflanze für feuchtere Bereiche.

Steckbrief

  • Blüte: Juli–September
  • Wuchshöhe: 30–50 cm
  • Standort: Sonne bis Halbschatten
  • Boden: sandig bis lehmig, frisch bis feucht
  • Verwendung: feuchtes Wildstaudenbeet, Wiese, Teichumfeld
  • Nahrung für: 14 Wildbienenarten
  • Spezialisierte Wildbienen: Weißbürstige Harzbiene, Knautien-Sandbiene, Skabiosen-Sandbiene, Skabiosen-Hosenbiene und Knautien-Hosenbiene
  • Besonderer Wert: Spezialistenpflanze für frische bis feuchte Standorte

Wegwarte (Cichorium intybus)

Die Wegwarte öffnet ihre himmelblauen Blüten meist am Vormittag. Sie entwickelt eine kräftige und kommt auf sonnigen, durchlässigen Böden gut mit Trockenphasen zurecht. Mit 87 dokumentierten Wildbienenarten und 18 Spezialisten ist sie eine der wertvollsten Arten dieser Auswahl.

Steckbrief

  • Blüte: Juli–Oktober
  • Wuchshöhe: 30–120 cm
  • Standort: Sonne
  • Boden: sandig bis lehmig, frisch bis trocken
  • Verwendung: Wildstaudenbeet, Wegrand, Böschung, offene Fläche
  • Nahrung für: 87 Wildbienenarten
  • Spezialisierte Wildbienen: Zottige Felsenbiene, Pippau-Sandbiene, Gewöhnliche Dörnchensandbiene, Rheinische Dörnchensandbiene, Polierte Sandbiene, Löwenzahn-Dörnchensandbiene, Zwerg-Wollbiene, Goldaster-Seidenbiene, Strandaster-Seidenbiene, Habichtskraut-Glanzbiene, Dunkelfransige Hosenbiene, Flockenblumen-Langhornbiene, Gekerbte Löcherbiene, Gewöhnliche Löcherbiene, Große Zottelbiene, Stumpfzähnige Zottelbiene, Spitzzähnige Zottelbiene und Salz-Buntbiene
  • Besonderer Wert: wichtige Pollenquelle für zahlreiche Wildbienenarten im Spätsommer

Oregano (Origanum vulgare)

Oregano, auch Echter Dost genannt, trägt zahlreiche kleine rosafarbene Lippenblüten. An warmen, sonnigen Standorten entwickelt er einen dichten Blütenschirm, an dem oft viele Insekten gleichzeitig Nahrung finden. Das aromatische Laub macht ihn zusätzlich für die Küche interessant.

Steckbrief

  • Blüte: Juli–September
  • Wuchshöhe: 20–50 cm
  • Standort: Sonne
  • Boden: durchlässig bis normal, trocken
  • Verwendung: Trockenbeet, Kräuterbeet, Steingarten, warmer Saum
  • Nahrung für: 30 Wildbienenarten
  • Spezialisierte Wildbienen: Wald-Pelzbiene und Frühe Ziest-Schlürfbiene
  • Besonderer Wert: nektarreiche Blütenstände in der Hoch- und Spätsommerzeit

Gewöhnliche Goldrute (Solidago virgaurea)

Die Gewöhnliche Goldrute ist die heimische Vertreterin ihrer Gattung. Ihre lockeren gelben Blütenstände erscheinen im Spätsommer und Herbst. Sie wächst in Sonne bis Halbschatten und ist mit 73 dokumentierten Wildbienenarten eine besonders wertvolle späte Nahrungsquelle.

Steckbrief

  • Blüte: Juli–Oktober
  • Wuchshöhe: 70–120 cm
  • Standort: Sonne bis Halbschatten
  • Boden: sandig bis lehmig, frisch bis trocken
  • Verwendung: Wildstaudenbeet, Saum, Gehölzrand
  • Nahrung für: 73 Wildbienenarten
  • Spezialisierte Wildbienen: Rainfarn-Herbstsandbiene, Zwerg-Wollbiene, Goldaster-Seidenbiene, Filzbindige Seidenbiene, Strandaster-Seidenbiene, Buckel-Seidenbiene, Rainfarn-Seidenbiene, Flockenblumen-Langhornbiene, Rainfarn-Maskenbiene, Gekerbte Löcherbiene, Gewöhnliche Löcherbiene und Salz-Buntbiene
  • Besonderer Wert: heimische späte Pollen- und Nektarquelle bis Oktober

So planst du ein Wildstaudenbeet für Wildbienen

Blütezeiten lückenlos kombinieren

Wähle mindestens eine früh, mehrere im Sommer und mindestens eine spät blühende Art. Für einen kleinen halbschattigen Bereich lassen sich unter anderem Lungenkraut, Günsel, Heil-Ziest und Gewöhnliche Goldrute kombinieren. Für ein sonniges Trockenbeet passen Wundklee, Wiesensalbei, Sand-Thymian, Aufrechter Ziest und Wegwarte zusammen.

Wildformen statt gefüllter Sorten pflanzen

Verwende möglichst die heimischen Wildformen. Bei stark veränderten oder gefüllten Sorten können Staubblätter fehlen oder der Zugang zu Pollen und Nektar erschwert sein. Achte beim Kauf deshalb auf den botanischen Artnamen und nicht nur auf die deutsche Verkaufsbezeichnung.

Mehrere Exemplare einer Art setzen

Einzelne Blüten sind für Wildbienen schwerer zu finden und liefern nur kleine Pollenmengen. Pflanze niedrige Arten in Gruppen und wiederhole mittelhohe Stauden an mehreren Stellen. Wie viele Exemplare sinnvoll sind, hängt von ihrer späteren Breite und Ausbreitungsweise ab.

Heimisches Staudenbeet anlegen: Pflanzplan und Anleitung

Wie sich verschiedene Wildstauden auch auf einer kleinen Fläche sinnvoll kombinieren lassen, zeigen wir dir in unserem Pflanzplan für ein 2 m² großes heimisches Staudenbeet.

Nistplätze in der Nähe erhalten

Blüten allein reichen nicht aus. Viele Wildbienen nisten im Boden und benötigen offene, möglichst ungestörte Stellen. Andere Arten nutzen markhaltige Stängel, vorhandene Hohlräume oder . Lasse deshalb einzelne Bodenbereiche unbewachsen, schneide trockene Stängel nicht schon im Herbst ab und verzichte auf Pflanzenschutzmittel.

Häufige Fragen zu Wildstauden für Wildbienen

Welche heimische Wildstaude ist für besonders viele Wildbienen wertvoll?

In dieser Auswahl weist NaturaDB für die Wiesen-Flockenblume 97 und für die Skabiosen-Flockenblume 93 Wildbienenarten aus. Auch Kleines Habichtskraut, Wegwarte, Steifhaariger Löwenzahn und Gewöhnlicher Hornklee erreichen hohe Werte. Die Zahlen sollten trotzdem immer zusammen mit Blütezeit und Standortansprüchen betrachtet werden.

Welche Wildstauden helfen spezialisierten Wildbienen?

Besonders viele Spezialisten sind für Hornklee, Wundklee, Wegwarte, Habichtskraut, Löwenzahn und Flockenblumen dokumentiert. Glockenblumen versorgen eine eigene Gruppe spezialisierter Arten, darunter Glockenblumen-Scherenbiene, Glockenblumen-Sägehornbiene und Glockenblumen-Schmalbiene.

Welche Wildstauden blühen besonders früh?

Das Gefleckte Lungenkraut beginnt bereits im März. Die Wiesen-Schlüsselblume folgt ab April, Günsel, Hornklee, Wundklee, Kleines Habichtskraut, Wiesen-Witwenblume und Wiesensalbei ab Mai. Durch diese Staffelung steht schon vor der Hauptblütezeit Nahrung bereit.

Welche heimischen Wildstauden blühen bis in den Herbst?

Kleines Habichtskraut, Steifhaariger Löwenzahn, Aufrechter Ziest, Sand-Thymian, Wegwarte und Gewöhnliche Goldrute können bis Oktober blühen. Bei der Tauben-Skabiose reicht die bei NaturaDB angegebene Blütezeit sogar bis November.

Fazit: Vielfalt zählt mehr als eine einzelne Spitzenpflanze

Ein gutes Wildbienenbeet lebt von der Kombination. Frühblüher helfen den ersten Arten nach dem Winter, spezialisierte Pollenpflanzen sichern die Fortpflanzung anspruchsvoller Wildbienen und Spätblüher schließen die Nahrungslücke im Herbst. Wenn du die Pflanzen passend zu deinem Standort auswählst und in ausreichend großen Gruppen setzt, entsteht ein dauerhaftes Blütenangebot – und zugleich ein abwechslungsreiches heimisches Staudenbeet.

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