25 heimische Wildstauden für sonnige Standorte

Zuletzt aktualisiert: 7. August 2026

Ein sonniger Standort bietet ideale Voraussetzungen für viele heimische Wildstauden. Zahlreiche Arten sind an warme, trockene Bedingungen angepasst und kommen nach dem Anwachsen auch mit längeren Trockenphasen gut zurecht. Gleichzeitig versorgen sie Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und viele weitere Insekten über Monate hinweg mit und .

In diesem Artikel stellen wir dir 25 heimische Wildstauden für sonnige Standorte vor. Damit du die passenden Pflanzen leichter auswählen kannst, haben wir sie nach ihrer Wuchshöhe geordnet. So erkennst du auf einen Blick, welche Arten sich für den Beetrand, die Beetmitte oder den Hintergrund eignen.

Unsere heimische Wildstaudenauswahl für sonnige Standorte im Überblick

Bevor wir die einzelnen Pflanzen ausführlich vorstellen, haben wir die wichtigsten Eigenschaften der 25 heimischen Wildstauden in einer übersichtlichen Tabelle zusammengefasst. So kannst du Blütezeit, Wuchshöhe und den ökologischen Wert der einzelnen Arten schnell miteinander vergleichen.

Suchst du stattdessen heimische Stauden für einen schattigen Platz, findest du in unserem Beitrag „25 heimische Wildstauden für schattige Standorte“ passende Vorschläge.

Deutscher NameBotanischer NameWuchshöheBlütezeitWildbienen*
WiesensalbeiSalvia pratensis30–60 cmMai–August48
Wiesen-WitwenblumeKnautia arvensis30–80 cmJuni–September19
Tauben-SkabioseScabiosa columbaria20–60 cmJuni–Oktober15
Gewöhnliche WiesenschafgarbeAchillea millefolium20–60 cmJuni–September82
DostOriganum vulgare20–50 cmJuli–September30
Knäuel-GlockenblumeCampanula glomerata20–60 cmJuni–August33
Kleine BraunellePrunella vulgaris10–25 cmJuni–September37
Sand-ThymianThymus serpyllum10–20 cmJuni–August41
Kleiner WiesenknopfSanguisorba minor35–40 cmMai–August37
Kartäuser-NelkeDianthus carthusianorum15–40 cmJuni–September13
Frühlings-FingerkrautPotentilla neumanniana5–10 cmApril–Juni54
Scharfer MauerpfefferSedum acre5–15 cmJuni–Juli14
Wiesen-MargeriteLeucanthemum vulgare30–60 cmMai–Juli79
Wiesen-FlockenblumeCentaurea jacea20–80 cmJuni–September97
Gewöhnlicher NatternkopfEchium vulgare40–80 cmJuni–September39
MoschusmalveMalva moschata40–80 cmJuni–SeptemberMalven-Langhornbiene genannt
Gewöhnlicher HornkleeLotus corniculatus5–30 cmMai–September77
Gemeines LeimkrautSilene vulgaris20–50 cmMai–September13
Wilde KardeDipsacus fullonum70–150 cmJuli–Augustmehrere Arten
Schwarze KönigskerzeVerbascum nigrum60–120 cmJuni–Augustmehrere Arten
BlutweiderichLythrum salicaria50–100 cmJuni–September2 spezialisierte Arten genannt
Gewöhnlicher WasserdostEupatorium cannabinum50–150 cmJuli–September72
Gewöhnlicher BeifußArtemisia vulgaris60–180 cmJuli–Septemberzahlreiche Arten
RainfarnTanacetum vulgare80–120 cmJuli–Septemberzahlreiche Arten
Wiesen-PippauCrepis biennis30–100 cmMai–August79
Quelle: Anzahl der Wildbienen naturadb.de

Niedrige heimische Wildstauden (bis 30 cm)

Niedrige Wildstauden eignen sich besonders für den Beetrand oder als flächige Begleiter zwischen höheren Arten. Viele bilden dichte Polster oder breiten sich mit der Zeit langsam aus, ohne andere Pflanzen zu verdrängen. Dadurch schließen sie offene Bodenbereiche, sorgen für einen natürlichen Übergang zwischen den Pflanzen und bieten gleichzeitig zahlreichen Insekten Nahrung.

Kleine Braunelle (Prunella vulgaris)

Die Kleine Braunelle ist eine niedrige, heimische , die sich mit ihren kriechenden Trieben langsam zu einem dichten Teppich entwickelt. Durch ihre lange Blütezeit eignet sie sich hervorragend als Bodendecker im Vordergrund sonniger Beete und bietet über viele Wochen Nahrung für zahlreiche Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge.

Steckbrief

  • Blüte: Juni bis September
  • Wuchshöhe: 10–25 cm
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: humos bis lehmig, frisch und nährstoffreich
  • Verwendung: Beetrand, Bodendecker, Naturgarten, Wildblumenwiese, Dachbegrünung
  • Besonders wertvoll für: rund 37 Wildbienenarten, 5 Schmetterlingsarten sowie mehrere Schwebfliegenarten. Zu den spezialisierten Besuchern gehört die Frühe Ziest-Schlürfbiene (Rophites algirus), die Pollen und Nektar an Lippenblütlern sammelt.

Sand-Thymian (Thymus serpyllum)

Der Sand-Thymian, auch Quendel genannt, ist ein heimischer, niedrig wachsender Halbstrauch für sonnige und trockene Standorte. Mit seinen rosafarbenen Blüten bildet er dichte Polster, die im Sommer von Wildbienen, Hummeln und Schmetterlingen regelrecht umschwärmt werden.

Steckbrief

  • Blüte: Juni bis August
  • Wuchshöhe: 10–20 cm
  • Standort: sonnig
  • Boden: trocken, durchlässig, sandig bis lehmig, eher nährstoffarm
  • Verwendung: Beetrand, Steingarten, Naturgarten, Dachbegrünung, Bodendecker
  • Besonders wertvoll für: rund 41 Wildbienenarten, 14 Schmetterlingsarten, 25 Schmetterlingsraupen sowie zahlreiche Schwebfliegen und Käfer. Wichtige Nektarpflanze und Raupenfutterpflanze, unter anderem für das Thymian-Widderchen und den Quendel-Bläuling.

Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum)

Die Kartäuser-Nelke zählt für uns zu den schönsten heimischen Wildstauden für sonnige und trockene Standorte. Mit ihren leuchtend purpurrosa Blüten setzt sie vom Sommer bis in den Herbst farbige Akzente und wird besonders gerne von Schmetterlingen besucht. Dank ihrer Anspruchslosigkeit eignet sie sich hervorragend für Wildstaudenbeete, Trockenmauern und andere naturnahe Pflanzungen.

Steckbrief

  • Blüte: Juni bis September
  • Wuchshöhe: 15–40 cm
  • Standort: sonnig, trocken
  • Boden: durchlässig, sandig bis lehmig, kalkhaltig und nährstoffarm
  • Verwendung: Blumenbeet, Naturgarten, Trockenmauer, Steingarten, Dachbegrünung
  • Besonders wertvoll für: 13 Wildbienenarten, 15 Schmetterlingsarten sowie 4 Schmetterlingsraupenarten. Die Kartäuser-Nelke dient zahlreichen Faltern als Nektarpflanze und ist gleichzeitig Raupenfutter unter anderem für die Karthäusernelken-Kapseleule (Hadena compta), die auf Nelkengewächse spezialisiert ist.

Frühlings-Fingerkraut (Potentilla neumanniana)

Das Frühlings-Fingerkraut ist ein heimischer, teppichbildender Bodendecker für sonnige und eher trockene Standorte. Bereits im Frühjahr erscheinen zahlreiche leuchtend gelbe Blüten, die vielen Wildbienen als frühe Nahrungsquelle dienen. Durch ihren niedrigen Wuchs eignet sich die robuste ideal für Steingärten, Trockenmauern oder als natürliche Begrünung zwischen anderen Wildstauden.

Steckbrief

  • Blüte: April bis Juni
  • Wuchshöhe: 5–10 cm
  • Standort: sonnig bis halbschattig, trocken
  • Boden: durchlässig, sandig bis lehmig, eher nährstoffarm
  • Verwendung: Bodendecker, Steingarten, Trockenmauer, Dachbegrünung, Naturgarten
  • Besonders wertvoll für: 54 Wildbienenarten, 17 Schmetterlingsraupenarten, 3 Schwebfliegenarten und 1 Schmetterlingsart.

Gerade als niedriger Bodendecker wird das Frühlings-Fingerkraut oft unterschätzt. Obwohl die einzelnen Blüten nur wenig Nektar und Pollen liefern, sorgen ihre große Anzahl und die frühe Blüte dafür, dass die Pflanze für zahlreiche Wildbienen eine wichtige Nahrungsquelle ist.

Scharfer Mauerpfeffer (Sedum acre)

Der Scharfe Mauerpfeffer ist eine besonders robuste heimische Wildstaude für vollsonnige und trockene Standorte. Mit seinen fleischigen Blättern speichert er Wasser und übersteht dadurch auch längere Trockenperioden. Im Frühsommer öffnen sich zahlreiche leuchtend gelbe Sternblüten, die von Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlingen besucht werden.

Steckbrief

  • Blüte: Juni bis Juli
  • Wuchshöhe: 5–15 cm
  • Standort: sonnig, trocken
  • Boden: sehr durchlässig, sandig bis steinig, nährstoffarm
  • Verwendung: Steingarten, Trockenmauer, Dachbegrünung, Kübel, Beetrand
  • Besonders wertvoll für: 14 Wildbienenarten, 4 Schmetterlingsraupenarten, 1 Schmetterlingsart und 1 Schwebfliegenart. Die offenen Blüten bieten leicht zugänglichen Nektar und Pollen, unter anderem für die Felsspalten-Wollbiene (Anthidium oblongatum) und die Dünen-Blattschneiderbiene (Megachile leachella).

Da sich der Scharfe Mauerpfeffer stark ausbreiten kann, eignet er sich vor allem für Bereiche, in denen er dichte Polster bilden darf. In kleinen Staudenbeeten sollte sein Wachstum gelegentlich begrenzt werden.

Mittelhohe heimische Wildstauden (30–70 cm)

Mittelhohe Wildstauden bilden das Grundgerüst vieler sonniger Staudenbeete. Sie sorgen über viele Monate hinweg für Blüten, verbinden niedrige und hohe Arten miteinander und schaffen ein harmonisches Gesamtbild. Viele dieser Pflanzen gehören außerdem zu den wichtigsten Nektar- und Pollenpflanzen für Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge.

Wiesensalbei (Salvia pratensis)

Der Wiesensalbei zählt zu den wertvollsten heimischen Wildstauden für sonnige Standorte. Seine intensiv blauvioletten Blüten erscheinen über viele Wochen und locken zahlreiche Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge an.

Steckbrief

  • Blüte: Mai bis August, nach Rückschnitt oft zweite Blüte
  • Wuchshöhe: 30–60 cm
  • Standort: sonnig, trocken bis frisch
  • Boden: durchlässig, sandig bis lehmig, eher kalkhaltig und nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich
  • Verwendung: Naturgarten, Wildblumenbeet, Bauerngarten, Trockenbeet, Rabatten
  • Besonders wertvoll für: 48 Wildbienenarten, 21 Schmetterlingsraupenarten, 11 Schmetterlingsarten, 3 Schwebfliegenarten und 3 Käferarten. Der Wiesensalbei gehört zu den wichtigsten heimischen Nektar- und Pollenpflanzen für Hummeln und Wildbienen.

Ein Rückschnitt direkt nach der ersten Blüte fördert häufig eine zweite Blüte im Spätsommer. Die aromatischen Blätter sind essbar und können ähnlich wie Echter Salbei sparsam als Gewürz oder für Tee verwendet werden.

Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor)

Der Kleine Wiesenknopf, auch Pimpinelle genannt, ist eine vielseitige heimische Wildstaude für sonnige, eher trockene Standorte. Seine kugeligen Blütenstände wirken auf den ersten Blick unscheinbar, sind aber ein wichtiger für zahlreiche Insekten. Gleichzeitig sind die jungen Blätter essbar und verleihen Salaten und der Frankfurter Grünen Soße ihr charakteristisches, leicht gurkenartiges Aroma.

Steckbrief

  • Blüte: Mai bis August
  • Wuchshöhe: 35–40 cm (in Ausnahmen höher)
  • Standort: sonnig bis halbschattig, trocken
  • Boden: durchlässig, kalkhaltig, eher nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich
  • Verwendung: Wildstaudenbeet, Naturgarten, Kräutergarten, Blumenwiese, Dachbegrünung
  • Besonders wertvoll für: rund 37 Wildbienenarten sowie 14 Schmetterlingsraupenarten. Der Kleine Wiesenknopf ist eine wichtige Raupenfutterpflanze des Wiesenknopf-Würfeldickkopffalters (Spialia sertorius) und wird außerdem von zahlreichen Wildbienen als Pollenquelle genutzt.

Gewöhnliche Wiesenschafgarbe (Achillea millefolium)

Mit ihren flachen, weißen Blütendolden bietet die Gewöhnliche Wiesenschafgarbe zahlreichen Insekten leicht zugänglichen Nektar und Pollen. Gleichzeitig ist sie äußerst robust, trockenheitsverträglich und kommt auch mit nährstoffärmeren Böden gut zurecht.

Steckbrief

  • Blüte: Juni bis September
  • Wuchshöhe: 20–60 cm
  • Standort: sonnig
  • Boden: durchlässig, sandig bis lehmig, frisch bis trocken
  • Verwendung: Wildblumenbeet, Naturgarten, Steingarten, Blumenwiese, Staudenbeet
  • Besonders wertvoll für: 82 Wildbienenarten (davon 13 spezialisiert), 40 Schmetterlingsraupenarten, 12 Schmetterlingsarten, 16 Schwebfliegenarten und 3 Käferarten. Damit zählt sie zu den ökologisch wertvollsten heimischen Wildstauden überhaupt.

Die Schafgarbe ist pflegeleicht und breitet sich über kurze Ausläufer sowie aus. Nach der Blüte können die Blütenstände zurückgeschnitten werden. Blätter und Blüten sind essbar und werden traditionell als Heil- und Gewürzpflanze verwendet.

Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria)

Die Tauben-Skabiose ist eine heimische Wildstaude für sonnige, eher nährstoffarme Standorte. Mit ihren blauvioletten Blüten gehört sie zu den beliebtesten Nektarpflanzen für Schmetterlinge und wird auch von zahlreichen Wildbienen besucht. Dank ihrer langen Blütezeit sorgt sie vom Sommer bis in den Herbst für Farbe und Nahrung im .

Steckbrief

  • Blüte: Juni bis Oktober
  • Wuchshöhe: 20–60 cm
  • Standort: sonnig
  • Boden: durchlässig, kalkhaltig, mäßig nährstoffreich, frisch, keine Staunässe
  • Verwendung: Magerbeet, Naturgarten, Steingarten, Trockenbeet, Blumenwiese
  • Besonders wertvoll für: 15 Wildbienenarten (davon 5 spezialisiert), 42 Schmetterlingsarten, 11 Raupenarten und 10 Schwebfliegenarten. Vor allem Schmetterlinge nutzen die nektarreichen Blüten als wichtige Nahrungsquelle.

Die Tauben-Skabiose ist pflegeleicht, winterhart und schneckenunempfindlich. Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte kann eine zweite Blütenphase fördern. Sie bevorzugt kalkhaltige, gut durchlässige Böden und reagiert empfindlich auf sowie übermäßige Stickstoffdüngung.

Dost (Origanum vulgare)

Oregano, auch Echter Dost oder Wilder Majoran genannt, ist eine heimische Wildstaude. Seine rosafarbenen Blüten sind im Sommer ein echter Magnet für Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und Schwebfliegen. Gleichzeitig ist Oregano ein beliebtes Würzkraut für die mediterrane Küche.

Steckbrief

  • Blüte: Juli bis September
  • Wuchshöhe: 20–50 cm
  • Standort: sonnig
  • Boden: durchlässig, eher trocken, kalkhaltig, nährstoffreich bis normal
  • Verwendung: Kräuterbeet, Naturgarten, Steingarten, Dachbegrünung, Kübel und Balkon
  • Besonders wertvoll für: 30 Wildbienenarten (davon 2 spezialisiert), 56 Schmetterlingsarten, 17 Raupenarten, 14 Schwebfliegenarten und zahlreiche Hummeln.

Oregano ist winterhart, schneckenunempfindlich und kommt mit Trockenheit gut zurecht. Die aromatischen Blätter können frisch oder getrocknet als Gewürz verwendet werden und eignen sich auch für Tee.

Knäuel-Glockenblume (Campanula glomerata)

Die Knäuel-Glockenblume ist eine heimische Wildstaude mit auffälligen violetten Blüten, die dicht in kugeligen Blütenständen zusammenstehen. Sie wächst zuverlässig an sonnigen bis halbschattigen Standorten und zählt zu den wertvollsten Glockenblumen für spezialisierte Wildbienen. Mit ihrer langen Blütezeit eignet sie sich hervorragend für Naturgärten, Beete und Bauerngärten.

Steckbrief

  • Blüte: Juni bis August (oft Nachblüte bis September nach Rückschnitt)
  • Wuchshöhe: 20–60 cm
  • Standort: Sonne bis Halbschatten
  • Boden: durchlässig, frisch bis trocken, kalkhaltig, Staunässe vermeiden
  • Verwendung: Naturgarten, Staudenbeet, Bauerngarten, Rabatten und Kübel
  • Besonders wertvoll für: 33 Wildbienenarten (davon 12 spezialisiert), 14 Raupenarten, 3 Schwebfliegenarten sowie zahlreiche Hummeln.

Die winterharte Staude bildet dichte Horste und kommt auch mit vorübergehender Trockenheit gut zurecht. Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte regt häufig eine zweite Blüte im Spätsommer an.

Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare)

Die Wiesen-Margerite ist ein echter Klassiker in naturnahen Gärten. Mit ihren weißen Zungenblüten und der gelben Blütenmitte bringt sie von Frühsommer bis in den Hochsommer Farbe ins Beet. Gleichzeitig bietet sie zahlreichen Wildbienen, Schmetterlingen und Schwebfliegen Nahrung und ist damit eine besonders wertvolle Insektenpflanze.

Steckbrief

  • Blüte: Mai bis Juli (nach Rückschnitt oft zweite Blüte bis September)
  • Wuchshöhe: 30–60 cm
  • Standort: Sonne bis Halbschatten
  • Boden: durchlässig, frisch bis trocken, nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich, kalkhaltig
  • Verwendung: Blumenwiesen, Naturgärten, Staudenbeete, Rabatten und Kübel
  • Besonders wertvoll für: 79 Wildbienenarten (davon 12 spezialisiert), 12 Schmetterlingsarten, 2 Raupenarten, 17 Schwebfliegenarten und zahlreiche Käfer.

Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)

Mit ihren leuchtend violettfarbenen Blüten schmückt die Wiesen-Flockenblume Staudenbeete über viele Wochen und gehört zu den wichtigsten Nahrungsquellen für Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge. Durch ihre lange Blütezeit sorgt sie auch im Spätsommer noch für ein reiches Blütenangebot.

Steckbrief

  • Blüte: Juni bis September (nach Rückschnitt oft zweite Blüte)
  • Wuchshöhe: 20–80 cm
  • Standort: sonnig
  • Boden: sandig bis lehmig, frisch bis trocken, nährstoffreich und kalkhaltig
  • Verwendung: Blumenwiesen, Naturgärten, Staudenbeete und Bauerngärten
  • Besonders wertvoll für: 97 Wildbienenarten (davon 14 spezialisiert), 70 Schmetterlingsarten, 20 Raupenarten, 17 Schwebfliegenarten, 5 Käferarten und den Stieglitz.

Die Samenstände sollten möglichst bis in den Winter stehenbleiben, da sie Vögeln wie dem Stieglitz als wertvolle Nahrungsquelle dienen. Die Blüten sind essbar und eignen sich als dekorative Garnitur für Salate oder Desserts.

Gewöhnlicher Natternkopf (Echium vulgare)

Der Gewöhnliche Natternkopf gehört zu den schönsten heimischen Wildpflanzen. Seine leuchtend blauen Blüten erscheinen über viele Wochen und sind eine der ergiebigsten Nektarquellen. Da die Pflanze mit mageren, steinigen Böden bestens zurechtkommt, eignet sie sich besonders für Magerbeete.

Steckbrief

  • Blüte: Juni bis September
  • Wuchshöhe: 40–80 cm
  • Standort: sonnig
  • Boden: sandig bis lehmig, gut durchlässig, trocken und nährstoffarm
  • Verwendung: Wildblumenbeete, Kiesgärten, Schotterflächen und sonnige Naturgärten
  • Besonders wertvoll für: 39 Wildbienenarten (davon 4 spezialisiert), 42 Schmetterlingsarten, 13 Raupenarten und 3 Käferarten.

Der Gewöhnliche Natternkopf ist zweijährig. Im ersten Jahr bildet er eine bodennahe Blattrosette, im zweiten Jahr entwickelt er seine auffälligen Blütenstände und versamt sich anschließend zuverlässig.

Moschusmalve (Malva moschata)

Die Moschusmalve ist eine ausdauernde Wildstaude mit zartrosa Blüten, die von Sommer bis Herbst erscheinen. Sie wächst locker und buschig und bringt mit ihren großen Blüten einen romantischen, natürlichen Charakter ins Beet. Besonders gut passt sie in sonnige Wildstaudenbeete, an warme Gehölzränder oder in naturnahe Blumenrabatten.

Steckbrief

  • Blüte: Juni bis September
  • Wuchshöhe: 40–80 cm
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: durchlässig, frisch bis trocken, nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich
  • Wuchs: buschig, aufrecht und horstig
  • Ökologie: Nektar- und Pollenquelle für die spezialisierte Malven-Langhornbiene; außerdem Raupenfutter für sechs Schmetterlingsarten.

Die Moschusmalve ist robust, winterhart und wird von Schnecken meist verschont. Verblühte Triebe können zurückgeschnitten werden, damit sich weitere Blüten bilden. An passenden Standorten sät sie sich selbst aus.

Hornklee (Lotus corniculatus)

Der Gewöhnliche Hornklee ist eine niedrig wachsende Wildstaude mit leuchtend gelben Blüten. Als robuster Bodendecker eignet er sich hervorragend für sonnige, trockene Standorte. Durch seine lange Blütezeit bietet er über viele Wochen farbliche Akzente im Staudenbeet.

Steckbrief

  • Blüte: Mai bis September
  • Wuchshöhe: 5–30 cm
  • Standort: sonnig
  • Boden: durchlässig, frisch bis trocken, nährstoffarm bis normal
  • Wuchs: flach, polsterbildend
  • Ökologie: Sie versorgt 77 Wildbienenarten, darunter 23 spezialisierte Arten, sowie 30 Schmetterlingsraupen mit Nahrung.

Hornklee ist wintergrün, trockenheitsverträglich und benötigt kaum Pflege. Dank seiner tiefen und der Symbiose mit stickstoffbindenden Knöllchenbakterien wächst er auch auf mageren Böden zuverlässig.

Gemeines Leimkraut (Silene vulgaris)

Das Gemeine Leimkraut ist eine heimische Wildstaude mit den charakteristischen, ballonartig aufgeblasenen Blütenkelchen. Die pflegeleichte Pflanze gedeiht auch auf trockenen, nährstoffarmen Böden und ist besonders für Nachtfalter von großer Bedeutung. Dank ihrer langen Blütezeit bereichert sie naturnahe Beete, Wildblumenwiesen und Steingärten.

Steckbrief

  • Blüte: Mai bis September
  • Wuchshöhe: 20–50 cm
  • Standort: Sonne bis Halbschatten
  • Boden: sandig bis lehmig, durchlässig, frisch bis trocken, kalkhaltig und nährstoffarm
  • Wuchs: aufrecht, locker horstig, ausläuferbildend
  • Ökologie: Wertvolle Nahrungs- und Raupenfutterpflanze für zahlreiche Insekten. Sie wird von 13 Wildbienenarten besucht und dient 27 Schmetterlingsraupen, darunter 12 spezialisierten Arten, als Futterpflanze.

Die weißen Blüten verströmen besonders in den Abendstunden einen angenehmen Duft und locken vor allem Nachtfalter an. Das Gemeine Leimkraut ist winterhart, trockenheitsverträglich und sät sich an geeigneten Standorten oft selbst aus. Junge Triebe und Blätter sind essbar und wurden früher als Wildgemüse verwendet.

Hohe heimische Wildstauden (über 70 cm)

Hohe Wildstauden setzen im Hintergrund eines Beetes markante Akzente und verleihen der Pflanzung zusätzliche Struktur. Gleichzeitig bieten ihre Blüten zahlreichen Wildbienen, Hummeln und Schmetterlingen Nahrung. Viele Arten bleiben zudem bis in den Winter hinein dekorativ und ihre Samenstände dienen verschiedenen Tieren als Nahrungsquelle oder Rückzugsort.

Wiesen-Witwenblume (Knautia arvensis)

Die Wiesen-Witwenblume ist eine heimische Wildstaude und zählt zu den wertvollsten Pflanzen für Wildbienen und Schmetterlinge. Ihre violettfarbenen Blüten erscheinen über viele Wochen und bieten reichlich Nektar.

Steckbrief

  • Blüte: Juni bis September
  • Wuchshöhe: 30–80 cm
  • Standort: Sonne
  • Boden: sandig bis lehmig, durchlässig, frisch bis trocken, nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich
  • Wuchs: aufrecht, horstig
  • Ökologie: Sie versorgt 19 Wildbienenarten, darunter fünf spezialisierte Arten, mit Pollen und Nektar und dient 39 Schmetterlingsarten als Nektarpflanze. Außerdem nutzen verschiedene Raupenarten und Schwebfliegen die Pflanze.

Wilde Karde (Dipsacus fullonum)

Die Wilde Karde ist eine heimische zweijährige mit markanten walzenförmigen Blütenständen. Sie ist eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Im Winter bleiben die Samenstände stehen und dienen vor allem dem Stieglitz als wichtige Futterquelle. Gleichzeitig sorgen die trockenen Blütenstände für einen attraktiven Blickfang im winterlichen Garten.

Steckbrief

  • Blüte: Juli bis August
  • Wuchshöhe: 70–150 cm
  • Standort: Sonne bis Halbschatten
  • Boden: sandig bis lehmig, frisch bis feucht, nährstoffreich und gut durchlässig
  • Wuchs: aufrecht, zweijährig
  • Ökologie: Liefert reichlich Nektar für Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge. Die Samen werden im Winter vor allem vom Stieglitz gefressen. Außerdem dient die Wilde Karde mehreren Schmetterlingsraupen als Futterpflanze.

Die Wilde Karde bildet im ersten Jahr eine Blattrosette und blüht erst im zweiten Jahr. Anschließend versamt sie sich zuverlässig und erhält ihren Bestand selbst.

Königskerze (Verbascum nigrum)

Die Schwarze Königskerze ist eine heimische, meist zweijährige Wildpflanze mit hohen gelben Blütenständen. Besonders auffällig sind ihre violett behaarten Staubfäden. Die Blüten liefern reichlich Pollen für Wildbienen, während die Blätter mehreren Schmetterlingsraupen als Nahrung dienen.

Steckbrief

  • Blüte: Juni bis August
  • Wuchshöhe: 60–120 cm
  • Standort: sonnig
  • Boden: sandig bis lehmig, frisch bis trocken, nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich
  • Wuchs: aufrecht, meist zweijährig, gelegentlich mehrjährig
  • Laub: wintergrüne Blattrosette
  • Ökologie: Pollenpflanze für Wildbienen und Raupenfutterpflanze für mehrere Nachtfalter, darunter der Königskerzen-Mönch und der Späte Königskerzen-Mönch.

Im ersten Jahr bildet die Schwarze Königskerze nur eine Blattrosette. Ab dem zweiten Jahr erscheinen die hohen Blütenstände. Die vertrockneten Stängel sollten möglichst bis zum Frühjahr stehenbleiben, da markhaltige Stängel von einigen Wildbienen als Nistplatz genutzt werden können.

Blutweiderich (Lythrum salicaria)

Der Blutweiderich ist eine heimische, mehrjährige Staude für feuchte bis nasse Standorte. Mit seinen leuchtend purpurrosa Blütenähren zählt er zu den wertvollsten Wildpflanzen für Insekten und eignet sich hervorragend für Teichränder, Sumpfbeete und feuchte Rabatten.

Steckbrief

  • Blüte: Juni bis September
  • Wuchshöhe: 50–100 cm
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: humos bis lehmig, frisch bis nass, nährstoffreich
  • Wuchs: aufrecht, horstbildend, mehrjährig
  • Laub: sommergrün
  • Ökologie: Sehr wertvolle Nektar- und Pollenpflanze für Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge. Zudem Raupenfutterpflanze für mehrere Schmetterlingsarten, darunter der Weidenröschen-Blattspanner. Die spezialisierten Blutweiderich-Langhornbiene und Blutweiderich-Sägehornbiene sind auf seinen Pollen angewiesen.

Der Blutweiderich treibt jedes Frühjahr aus einem kräftigen Wurzelstock neu aus und bildet über viele Wochen hinweg zahlreiche Blüten. An geeigneten Standorten versamt er sich zuverlässig und sorgt so dauerhaft für farbenreiche Blüten und ein reiches Nahrungsangebot für Insekten.

Wasserdost (Eupatorium cannabinum)

Der Gewöhnliche Wasserdost ist eine heimische, mehrjährige Wildstaude für feuchte bis frische Standorte. Mit seinen großen, rosafarbenen Blütenständen zählt er zu den wertvollsten Nektarpflanzen des Spätsommers und zieht zahlreiche Schmetterlinge, Wildbienen und Schwebfliegen an.

Steckbrief

  • Blüte: Juli bis September
  • Wuchshöhe: 50–150 cm
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: durchlässig bis lehmig, frisch bis feucht, nährstoffreich, kalkhaltig
  • Wuchs: aufrecht, mehrjährig, versamt sich
  • Laub: sommergrün
  • Ökologie: Eine der wichtigsten heimischen Insektenpflanzen. Sie dient 72 Wildbienenarten als Nektar- oder Pollenquelle, wird von 31 Schmetterlingsarten besucht und ist Raupenfutterpflanze für 19 Schmetterlingsarten. Auch zahlreiche Schwebfliegen profitieren von ihrem reichen Nektarangebot.

Der Gewöhnliche Wasserdost bildet kräftige Horste mit rötlichen Stängeln und blüht genau dann, wenn viele andere Stauden bereits verblüht sind. Dadurch schließt er im Hoch- und Spätsommer eine wichtige Nahrungslücke für zahlreiche Insekten. Wegen der enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide sollte die Pflanze jedoch nicht als Heil- oder Nahrungspflanze verwendet werden.

Gewöhnlicher Beifuß (Artemisia vulgaris)

Der Gewöhnliche Beifuß ist eine heimische, mehrjährige Wildstaude für sonnige Standorte. Als robuste wächst er selbst auf nährstoffarmen Böden und spielt vor allem als eine wichtige Rolle.

Steckbrief

  • Blüte: Juli bis September
  • Wuchshöhe: 60–180 cm
  • Standort: sonnig
  • Boden: durchlässig, humos, frisch bis trocken, nährstoffreich bis normal
  • Wuchs: aufrecht, horstbildend
  • Laub: sommergrün, tief fiederteilig, Unterseite weiß-filzig behaart
  • Ökologie: Wichtige Raupenfutterpflanze für 49 Schmetterlingsarten, darunter 10 spezialisierte Arten. Zudem wird sie von zahlreichen Wildbienen und Schwebfliegen als Pollenquelle genutzt, ihre windbestäubten Blüten produzieren jedoch kaum Nektar.

Der Gewöhnliche Beifuß ist seit Jahrhunderten als Gewürz- und Heilpflanze bekannt. Die jungen Triebspitzen werden traditionell zum Würzen fettreicher Speisen verwendet, etwa von Gans oder Ente. Im Naturgarten überzeugt die anspruchslose Staude vor allem durch ihren hohen ökologischen Wert als Raupenfutterpflanze und ihre große Widerstandsfähigkeit.

Rainfarn (Tanacetum vulgare)

Der Rainfarn ist eine heimische, mehrjährige Wildstaude für sonnige Standorte. Mit seinen leuchtend gelben Blütenköpfchen zählt er zu den wertvollen Spätblühern. Durch seine unterirdischen Ausläufer kann er sich mit der Zeit größere Bestände bilden.

Steckbrief

  • Blüte: Juli bis September
  • Wuchshöhe: 80–120 cm
  • Standort: sonnig
  • Boden: humos, durchlässig, frisch bis mäßig trocken, bevorzugt kalkhaltig
  • Wuchs: aufrecht, horstbildend bis ausläuferbildend
  • Laub: sommergrün, tief gefiedert, aromatisch duftend
  • Ökologie: Wichtige Nektar- und Pollenpflanze für zahlreiche Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge. Außerdem dient Rainfarn als Raupenfutterpflanze für 14 Schmetterlingsarten, darunter zwei spezialisierte Arten.

Rainfarn wächst natürlicherweise an Wegrändern, Böschungen und auf nährstoffarmen Ruderalflächen. Im Naturgarten eignet er sich besonders für sonnige Wildstaudenbeete und extensive Pflanzungen. Alle Pflanzenteile enthalten jedoch unter anderem Thujon und gelten als giftig.

Wiesen-Pippau (Crepis biennis)

Der Wiesen-Pippau ist eine heimische, zweijährige Wildpflanze, die auf nährstoffreichen Wiesen und sonnigen Säumen wächst. Mit seinen zahlreichen goldgelben Blüten bietet er über viele Wochen hinweg Pollen und Nektar für eine große Vielfalt an Wildbienen, Schwebfliegen und weiteren Blütenbesuchern. Durch Selbstaussaat kann er sich an geeigneten Standorten dauerhaft erhalten.

Steckbrief

  • Blüte: Mai bis August
  • Wuchshöhe: 30–100 cm
  • Standort: sonnig
  • Boden: frisch, durchlässig bis lehmig, humos und nährstoffreich
  • Wuchs: aufrecht
  • Laub: wintergrün, buchtig gezähnt bis fiederteilig
  • Ökologie: Wertvolle Pollen- und Nektarpflanze für 79 Wildbienenarten, darunter 17 spezialisierte Arten. Außerdem dient der Wiesen-Pippau mehreren Schmetterlingsraupen als Futterpflanze und wird von zahlreichen Schwebfliegen besucht.

Der Wiesen-Pippau eignet sich besonders für naturnahe Blumenwiesen und extensive Wildstaudenbeete. Da er keine häufige Mahd oder starke Trittbelastung verträgt, entwickelt er sich am besten an wenig gestörten Standorten.

Welche heimischen Wildstauden passen gut zusammen?

Ein naturnahes Wildstaudenbeet lebt von unterschiedlichen Wuchshöhen und Blütezeiten. Niedrige Arten wie Sand-Thymian oder Kleine Braunelle bilden den Beetrand, mittelhohe Stauden wie Wiesensalbei oder Wiesen-Flockenblume sorgen für Farbe im Sommer und höhere Arten wie Wilde Karde oder Wasserdost setzen markante Akzente im Hintergrund. So entsteht nicht nur ein harmonisches Gesamtbild, sondern auch vom Frühjahr bis in den Herbst ein durchgehendes Nahrungsangebot für Wildbienen, Schmetterlinge und viele weitere Insekten.

Häufige Fragen zu  Wildstauden

Welche heimischen Wildstauden eignen sich für sonnige Standorte?

Gut geeignet sind Arten, die Wärme und zeitweise Trockenheit vertragen, etwa Sand-Thymian, Frühlings-Fingerkraut, Wiesen-Margerite, Wiesen-Flockenblume, Natternkopf oder Wilde Karde. Wichtig ist, die Auswahl an Boden, Wuchshöhe und vorhandenem Platz anzupassen.

Wann ist die beste Pflanzzeit für heimische Wildstauden?

Ideal sind das Frühjahr oder der frühe Herbst, solange der Boden frostfrei ist. Nach der Pflanzung brauchen die Stauden vor allem in den ersten Wochen und bei längerer Trockenheit ausreichend Wasser, bis sie gut eingewurzelt sind.

Welchen Boden brauchen Wildstauden an einem sonnigen Standort?

Viele heimische Wildstauden bevorzugen einen durchlässigen, eher mageren bis mäßig nährstoffreichen Boden. Staunässe sollte vermieden werden; bei schweren Böden helfen Sand, Splitt oder Kies, die Durchlässigkeit zu verbessern.

Wie viele Wildstauden pflanzt man pro Quadratmeter?

Das hängt von der endgültigen Wuchshöhe und Wuchsbreite ab. Für ein gemischtes Staudenbeet sind meist etwa fünf bis acht Pflanzen pro Quadratmeter ein guter Richtwert; niedrige Bodendecker können dichter gesetzt werden.

Muss man heimische Wildstauden düngen?

In der Regel nicht. Viele heimische Wildstauden kommen mit nährstoffarmen Böden gut zurecht. Zu viel Dünger fördert vor allem das Blattwachstum und kann dazu führen, dass die Pflanzen weniger stabil wachsen oder weniger reich blühen. Auf sehr nährstoffarmen Böden reicht im Frühjahr eine dünne Schicht reifer .

Wie bleibt ein Wildstaudenbeet über viele Monate blühend?

Kombiniere Arten mit unterschiedlichen Blütezeiten und Wuchshöhen. Früh blühende Arten wie Frühlings-Fingerkraut, Sommerblüher wie Margerite und Flockenblume sowie spätere Arten wie Wasserdost oder Rainfarn sorgen von Frühjahr bis Herbst für Nahrung und Farbe.

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