Ich hätte früher nicht gedacht, dass ich meinen Kaffee mal regelmäßig ohne Kuhmilch trinke. Mittlerweile greife ich aber immer öfter zu Pflanzenmilch – vor allem im Cappuccino. Die Preise im Supermarkt sind teilweise absurd und ganz ehrlich: Für etwas, das zu einem Großteil aus Wasser besteht, ist mir das auf Dauer einfach zu teuer.
Also habe ich angefangen, meine Pflanzenmilch selbst zu machen. Mir ging es dabei vor allem um eins: eine Pflanzenmilch zu machen, die sich schön aufschäumen lässt und meinem Kaffee echtes Barista-Feeling gibt.

Genau darum geht es in diesem Artikel.
Ich zeige dir zwei einfache Rezepte für aufschäumbare Pflanzenmilch:
- eine cremige Hafermilch (Barista-Style)
- und eine aromatische Mandelmilch
Beide kommen geschmacklich und von der Textur nah an klassische Barista-Produkte aus dem Supermarkt heran – auch wenn der Schaum nicht ganz so perfekt wird wie bei den industriellen Varianten.
Inhaltsverzeichnis
Welche Pflanzenmilch schäumt am besten?
Wenn du Pflanzenmilch für deinen Kaffee suchst, die sich gut aufschäumen lässt, landest du fast immer bei Hafermilch.
Hafermilch ist die beste Allround-Lösung. Sie bringt von Natur aus eine angenehme Cremigkeit mit und lässt sich mit ein paar einfachen Anpassungen (dazu später mehr 😊) gut zu Milchschaum aufschäumen – ideal für Cappuccino oder Latte.

Mandelmilch ist geschmacklich feiner und nussiger, bildet aber meist weniger stabilen Schaum. Mit den richtigen Zutaten lässt sich aber auch Mandelmilch deutlich cremiger machen und gut aufschäumen.
Industrielle Barista-Pflanzenmilch enthält oft zugesetzte Öle und Emulgatoren, damit der Milchschaum besonders cremig und stabil wird. Genau diesen Effekt versuchen wir in den folgenden Rezepten möglichst einfach nachzubilden.

Warum sich Pflanzenmilch oft nicht gut aufschäumen lässt
Damit sich Pflanzenmilch gut aufschäumen lässt, braucht sie ein paar Ergänzungen, die für Cremigkeit und Stabilität sorgen. Reine Pflanzenmilch aus Wasser und Hafer oder Mandeln bildet von Natur aus keinen stabilen Milchschaum.
Damit Schaum entsteht und stabil bleibt, spielen vor allem drei Faktoren eine Rolle:
- Fett sorgt für Cremigkeit und eine angenehm samtige Textur
- Proteine stabilisieren die Luftblasen im Schaum
- Emulgatoren sorgen dafür, dass sich Fett und Wasser gleichmäßig verbinden und der Schaum stabil bleibt
Selbst gemachte Pflanzenmilch enthält davon zu wenig – deshalb lässt sie sich ohne Anpassung nur schwer aufschäumen.
Genau hier setzen wir an: Mit Zutaten wie Öl, Cashews oder Lecithin kannst du die Pflanzenmilch gezielt verbessern und stabilen Milchschaum für deinen Kaffee
hinbekommen.

Rezept 1: Hafermilch Barista Style (1 Liter)
Du kannst die Hafer- und Mandelmilch klassisch mit einem Mixer und einem Nussmilchbeutel zubereiten oder einen Pflanzenmilchbereiter wie den mylky verwenden, den ich aktuell nutze.
Wenn dich das Thema näher interessiert, schau dir gerne unseren ausführlichen Artikel zum Mylky an. Dort gehe ich auf das Thema Pflanzenmilchbereiter im Detail ein, sowie auf die Vorteile, Nachteile und meine persönlichen Erfahrungen.
Zutaten
- 1 Liter Wasser
- 100 g Haferflocken
- 20 g Cashewmus
- 1 TL Soja-Lecithin
- 1 Prise Meersalz
Optional
- 1 Dattel für leichte Süße
- 1–2 EL neutrales Öl (z. B. Rapsöl)
- 50 g Cashewkerne statt Cashewmus
Tipp: Cashewmus bringt bereits Fett und Cremigkeit in die Hafermilch. Für besonders stabilen Milchschaum kannst du zusätzlich etwas Öl hinzugeben – das sorgt für eine noch bessere Barista-Textur
Zubereitung Hafermilch mit dem Mixer
Gib 1 Liter Wasser, Haferflocken, Cashewmus, Soja-Lecithin und Salz in den Mixer und mixe alles für etwa 30–60 Sekunden auf höchster Stufe.

Danach seihst du die Hafer-Mischung direkt durch einen feinen Nussmilchbeutel ab und drückst die Masse gut aus.

Die fertige Hafermilch kannst du sofort verwenden oder im Kühlschrank lagern. Ich fülle sie dafür immer in Glasflaschen ab – die lassen sich gut reinigen und sind ideal für die Aufbewahrung
Hinweis: Cashewkerne einweichen
Wenn du statt Cashewmus ganze Cashewkerne verwendest, solltest du sie vorher einweichen – besonders, wenn dein Mixer nicht besonders leistungsstark ist.
Entweder:
- 8 Stunden in kaltem Wasser
- oder etwa 30 Minuten in heißem Wasser
So werden die Cashews deutlich weicher und lassen sich feiner mixen – das sorgt für eine cremigere Pflanzenmilch und besseren Milchschaum.
Zubereitung Hafermilch im mylky
Gib alle Zutaten in den Filterkorb, fülle Wasser ein und starte das Programm. Es läuft etwa 60 Sekunden – starte es am besten direkt ein zweites Mal, damit die Milch besonders cremig wird.

Der große Vorteil eines Pflanzenmilchbereiters: Du musst nichts abseihen und bekommst in etwa ein bis zwei Minuten eine besonders fein gemixte Pflanzenmilch – ideal für Kaffee und cremigen Milchschaum.
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Tipp für besseren Milchschaum
Achte darauf, dass die Pflanzenmilch gut gekühlt ist, bevor du sie aufschäumst. Kalte Milch lässt sich länger aufschäumen, bevor sie zu heiß wird – dadurch entsteht deutlich feinporigerer und stabilerer Milchschaum.

Rezept 2: Mandelmilch Barista Style (1 Liter)
Zutaten
- ca. 190 g Mandeln
- 1 TL Soja-Lecithin
- 1 Dattel
- 1 Prise Meersalz
- 1 Liter Wasser
Optional
- 1 Vanilleschote (Bio)
- 1–2 EL neutrales Öl für noch besseren Schaum
Tipp: Die Vanilleschote kannst du durch eine kleine Prise frisch geriebene Tonkabohne ersetzen. Sie verleiht der Mandelmilch eine warme, vanilleähnliche Note – sollte aber sehr sparsam dosiert werden.

Zubereitung Mandelmilch mit dem Mixer
Weiche die Mandeln idealerweise über Nacht ein.
Gib anschließend alle Zutaten in den Mixer und mixe sie für etwa 30 bis 60 Sekunden, bis eine gleichmäßige Flüssigkeit entsteht.
Danach filterst du die Mandelmilch durch einen Nussmilchbeutel und drückst die Masse gründlich aus.
Zubereitung Mandelmilch im mylky
Gib die Zutaten in den Filterkorb, fülle 1 Liter Wasser ein und starte das Programm. Es läuft etwa 60 Sekunden – für eine besonders feine und cremige Mandelmilch kannst du es wie bei der Hafermilch direkt ein zweites Mal starten.



Wichtiger Unterschied: Mixer vs. mylky
Beim klassischen Mixer verteilen sich die Zutaten im gesamten Behälter. Dadurch können sie dem Messer teilweise ausweichen und werden nicht immer vollständig fein zerkleinert. Das Ergebnis ist oft etwas gröber.
Beim mylky hingegen befinden sich die Zutaten in einem kleinen Filterkorb. Dadurch bleiben sie direkt im Arbeitsbereich der Klingen und werden deutlich gleichmäßiger verarbeitet.

Das Ergebnis ist eine feinere und homogenere Pflanzenmilch, die sich besser für Kaffee eignet.
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So schäumst du Pflanzenmilch richtig auf und bekommst cremigen Milchschaum
Beim Milchschaum entscheidet sich, ob dein Cappuccino oder Latte macchiato nur okay oder richtig gut wird.
Der wichtigste Faktor für guten Milchschaum ist Fett. Gib pro Liter etwa ein bis zwei Esslöffel neutrales Öl hinzu, damit die Pflanzenmilch cremiger wird und sich besser aufschäumen lässt. Da sich die Bestandteile der Pflanzenmilch mit der Zeit absetzen, ist es wichtig, dass du die Milch vor dem Aufschäumen immer kräftig schüttelst.
Achte außerdem auf die richtige Temperatur. Ideal sind etwa 50 bis maximal 65 Grad.
Starte am besten mit gut gekühlter Pflanzenmilch (ca. 4 °C), da du sie so länger aufschäumen kannst, bevor sie zu heiß wird. Wird die Pflanzenmilch zu heiß (über 65 Grad), wird der Milchschaum instabil und fällt schneller zusammen – gleichzeitig leidet auch der Geschmack.
Optional kannst du Lecithin verwenden. Es wirkt als Emulgator und hilft dabei, die Struktur der Pflanzenmilch stabil zu halten, sodass der Milchschaum länger stabil bleibt.
Setze realistische Erwartungen: Selbst gemachte Pflanzenmilch wird nie ganz die Perfektion industrieller Barista-Produkte erreichen – aber sie kommt erstaunlich nah heran und reicht für Cappuccino und Latte absolut aus.
Was du mit den Resten aus dem Filterkorb oder Nussmilchbeutel machen kannst
Wenn du Pflanzenmilch selber machst, bleibt nach dem Mixen immer ein fester Rückstand im Filterkorb/Nussmilchbeutel übrig. Viele werfen diese Reste einfach weg – dabei steckt darin noch richtig viel Potenzial.
Gerade bei Hafer- und Mandelmilch enthalten die Rückstände noch:
- wertvolle Ballaststoffe
- gesunde Fette (vor allem bei Mandeln)
- Geschmack und natürliche Süße
👉 Perfekt also, um daraus einfache Rezepte zu machen.
Reste verwerten statt wegwerfen
Wenn du regelmäßig Pflanzenmilch für Kaffee oder Müsli selber machst, entstehen dabei automatisch Reste, die du weiterverwenden kannst.
Du kannst die Reste zum Beispiel:
- direkt in Overnight Oats mischen
- in Smoothies geben
- oder – besonders praktisch – zu Müsliriegeln verarbeiten
Einfaches Rezept: Müsliriegel aus Hafer- oder Mandelresten

Wenn du die Reste sinnvoll verwerten willst, schau dir unbedingt mein Rezept an:
👉 Haferreste & Mandelreste verwerten: Müsliriegel einfach selber machen
Dort zeige ich dir, wie du aus den Resten einen schnellen Snack machst, der perfekt zum Kaffee passt.
FAQ – Pflanzenmilch & Milchschaum
Hafermilch schäumt oft nicht richtig, weil ihr Fett und stabile Struktur fehlen. Selbst gemachte Hafermilch enthält meist zu wenig Bestandteile, die den Milchschaum stabilisieren. Mit etwas Öl, Cashews und Lecithin kannst du die Schaumfähigkeit deutlich verbessern.
Die beste Pflanzenmilch für Cappuccino ist Hafermilch. Sie ist von Natur aus cremig und lässt sich mit ein paar Anpassungen gut aufschäumen. Dadurch eignet sie sich besonders gut für cremigen Milchschaum im Kaffee.
Ja, Mandelmilch lässt sich aufschäumen, benötigt dafür aber meist etwas Unterstützung. Durch die Zugabe von Fett, zum Beispiel in Form von Öl oder Cashews, wird der Milchschaum deutlich stabiler.
Ja, selbst gemachte Pflanzenmilch lohnt sich in den meisten Fällen. Sie ist deutlich günstiger als gekaufte Produkte, reduziert Verpackungsmüll und du kannst die Zutaten individuell anpassen.

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