Heidelbeeren – oder Blaubeeren, wie sie oft genannt werden – sind nicht nur frisch ein Genuss, sondern lassen sich auch wunderbar haltbar machen. Selbstgemachte Heidelbeermarmelade braucht erstaunlich wenig Zutaten und ist schnell gekocht.
Gerade wenn im Sommer viele Beeren reif sind oder der Gefrierschrank noch Vorräte bereithält, lohnt sich das Einkochen besonders. Wir zeigen dir hier ein einfaches Grundrezept, das du später nach Lust und Gartenjahr variieren kannst.
Wenn du Heidelbeeren selbst anbauen möchtest, findest du hier viele praktische Tipps: Blaubeeren im Garten pflanzen – nachhaltig & lecker

Zutaten für ca. 5 Gläser
- 1 kg Heidelbeeren (frisch oder aufgetaut)
- 330 g Gelierzucker 3:1
- ½ Bio-Zitrone (Saft)
Zubereitung
1. Gläser vorbereiten
Bevor es losgeht, solltest du die Einmachgläser gründlich reinigen und sterilisieren. Das geht zum Beispiel mit kochendem Wasser oder im Backofen. Saubere Gläser sind wichtig, damit sich die Marmelade später gut hält.

2. Heidelbeeren vorbereiten
Die Heidelbeeren waschen, verlesen und gut abtropfen lassen. Blätter, Stiele oder überreife Früchte entfernen.
Tipp: Heidelbeeren, die pur nicht mehr ganz überzeugen, sind für Marmelade ideal – beim Einkochen kommt ihr Aroma trotzdem voll zur Geltung.
3. Zitrone auspressen
Die Zitrone halbieren und den Saft frisch auspressen. Er sorgt nicht nur für eine leichte Frische, sondern unterstützt auch die Gelierung.

4. „Konsistenz“ der Marmelade festlegen
Jetzt entscheidest du, wie fein deine Marmelade werden soll:
- Stückig: Die Beeren werden nur leicht angedrückt, sodass sie aufplatzen und Saft freigeben.
- Fein: Mit dem Pürierstab kurz pürieren.
- Besonders fein: Fruchtmischung zusätzlich durch ein feines, mit einem Küchentuch ausgelegtes Sieb streichen, dann erhältst du eine besonders feine Marmelade.

5. Marmelade kochen
Heidelbeeren, Zitronensaft und Gelierzucker in einen großen Topf geben und gut vermischen. Kurz stehen lassen, bis etwas Saft austritt.
Dann die Masse unter Rühren zum Kochen bringen und circa 5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Dabei regelmäßig umrühren, damit nichts anbrennt.

💡 Tipp: Eine Gelierprobe auf einem kalten Teller zeigt dir, ob die Konsistenz passt.
6. Abfüllen
Die heiße Marmelade direkt bis zum Rand in die vorbereiteten Gläser füllen, fest verschließen und kurz auf den Kopf stellen. Anschließend wieder umdrehen und vollständig auskühlen lassen.
Haltbarkeit & Lagerung
- Ungeöffnet: Dunkel gelagert bis zu 12 Monate haltbar
- Geöffnet: im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb weniger Tage verbrauchen
Tipps & Variationen
- Vanille-Note: Mark einer halben Vanilleschote mitkochen
- Beeriger Mix: Heidelbeeren mit Himbeeren oder Brombeeren kombinieren
- Aus dem Garten: Auch Maibeeren (sibirische Blaubeeren) eignen sich hervorragend – mehr dazu hier: Maibeere – die sibirische Blaubeere für deinen Garten
So genießen wir sie am liebsten
Klassisch auf frischem Brot, im Joghurt – oder als fruchtige Ergänzung zu Desserts.
Wer Blaubeeren besonders gerne kalt genießt, sollte sich unbedingt unser Frozen-Joghurt-Eis-Rezept mit Blaubeeren ansehen 🍦🫐

Häufige Fragen zur Heidelbeermarmelade
Ungeöffnet hält sich die Marmelade bei kühler, dunkler Lagerung in der Regel bis zu einem Jahr. Wichtig ist, dass die Gläser sauber sterilisiert wurden und luftdicht verschlossen sind. Nach dem Öffnen solltest du die Marmelade im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb weniger Tage verbrauchen.
Ja, gefrorene Heidelbeeren eignen sich hervorragend für Marmelade. Sie sollten vor dem Einkochen vollständig aufgetaut werden. Der austretende Saft kann direkt mitverwendet werden – so geht kein Aroma verloren.
Gelierzucker 3:1 enthält weniger Zucker und lässt den Eigengeschmack der Heidelbeeren stärker zur Geltung kommen. Die Marmelade wird etwas fruchtiger und weniger süß – ideal, wenn die Beeren aromatisch sind oder aus dem eigenen Garten stammen.
Wird die Marmelade nach dem Abkühlen nicht fest genug, kannst du sie erneut aufkochen und kurz sprudelnd köcheln lassen. Alternativ hilft etwas zusätzlicher Zitronensaft oder – sparsam dosiert – ein wenig weiterer Gelierzucker.

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