Wildtierkamera PetTec Cam Trail im Test: Nachts im Garten auf Entdeckungstour

Zuletzt aktualisiert: 21. August 2025

Tagsüber herrscht im Garten reges Treiben: Bienen summen, Vögel flattern, und unsere Katze liegt faul in der Sonne. Aber sobald es dunkel wird, übernimmt eine ganz andere Schicht. Igel, Mäuse, manchmal sogar ein Fuchs oder Marder – alles schon vorgekommen.

Nur… wir bekommen davon oft nichts mit. Denn wer möchte sich schon freiwillig nachts um zwei Uhr in den nassen Rasen setzen, um zu schauen, wer gerade durchs Beet tapst? 🐈‍⬛ 🦔

Deshalb haben wir uns für diesen Test die PetTec Cam Trail besorgt – eine wetterfeste Wildtierkamera, die automatisch auf Bewegung reagiert, auch nachts hervorragende Aufnahmen macht und monatelang ohne Laden auszukommen (zumindest laut Hersteller, der Test wird zeigen, ob dem so ist 🫣).

Nach einigen Wochen im Einsatz können wir sagen: Wir haben nicht nur viele spannende Aufnahmen gesammelt – wir haben auch einiges über die nächtlichen Besucher in unserem Garten gelernt.

Transparenzhinweis:

Die Kamera wurde uns vom Hersteller PetTec zur Verfügung gestellt. Unsere Meinung und unser Testergebnis sind davon nicht beeinflusst.

Inhaltsverzeichnis
  1. Warum wir eine Wildtierkamera im Garten nutzen
  2. Erster Eindruck und Lieferumfang
  3. Technische Highlights der PetTec Cam Trail
  4. Einrichtung: App oder direkt am Gerät
  5. Montage im Garten – unsere Erfahrungen
  6. Erste Nacht im Test
  7. Bild- und Videoqualität bei Tag und Nacht
  8. Die Stärken im Überblick
  9. Kleine Schwächen und wie man damit umgeht
  10. Tipps für optimale Aufnahmen
  11. FAQ zur PetTec Cam Trail
  12. Unser Fazit nach mehreren Wochen Test
Wildkamera PetTec Pet Cam Trail im Tarngehäuse, auf einem Stativ im hohen Gras aufgestellt.
Unsere PetTec Pet Cam Trail im Tarngehäuse: Im Garten aufgestellt, bereit zur Tierbeobachtung.

1. Warum wir eine Wildtierkamera im Garten nutzen

Eine Wildtierkamera ist wie ein geheimes Fenster in eine Welt, die uns sonst verborgen bleibt (sorry, dass wir etwas poetisch werden 🤣)

Spaß beiseite – wir wollten vor allem drei Dinge herausfinden:

  1. Welche Tiere sind nachts tatsächlich unterwegs?
  2. Zu welchen Uhrzeiten tauchen sie auf – gibt es feste „Besuchszeiten“?
  3. Wie reagieren sie auf Wetter, Tages- und Jahreszeit?

Gleichzeitig wollten wir ein Gerät, das unkompliziert ist: kein ständiges Akkuwechseln, keine umständliche Einrichtung und vor allem gute Bildqualität – besonders bei Nacht.

Selfie eines Mannes der im Garten kniet und mit dem Finger auf einer Wildtierkamera zeigt.
Test läuft – ich bin on Fire 🔥😆

2. Erster Eindruck und Lieferumfang

Beim Auspacken und einem ersten kurzen Check wirkt die PetTec Cam Trail solide verarbeitet. Das Gehäuse ist im Camouflage-Look gestaltet, einwandfrei verarbeitet und macht den Eindruck, witterungsbeständig zu sein, etwa gegenüber Regen oder Frost.

Lieferumfang:

  • PetTec Cam Trail Kamera
  • Befestigungsgurt für Bäume oder Pfosten
  • Halterung + Schrauben für feste Wandmontage
  • USB-C-Ladekabel
  • Bedienungsanleitung

Mit einem Gewicht von knapp 400 Gramm und den Maßen 94 × 74 × 147 mm lässt sich die Kamera flexibel anbringen – beispielsweise an schmalen Baumstämmen oder an Hauswänden. Die Schutzklasse IP66 garantiert: Staub und kräftiger Regen können ihr nichts anhaben.

Das integrierte 2″-LCD-Display erlaubt dir, direkt am Gerät Einstellungen vorzunehmen, Aufnahmen anzuschauen und Videos zu löschen – ganz ohne Smartphone oder Computer.👍

Rückseite der PetTec Pet Cam Trail mit Display, das eine Videoaufnahme von Steinen und Pflanzen anzeigt.
Das integrierte Display zeigt eine Live-Ansicht der Kamera, hier eine Aufnahme von Steinen und Pflanzen.

3. Technische Highlights der PetTec Cam Trail

Hier ein Überblick über die wichtigsten Daten – die wir später im Test noch genauer einordnen:

  • Fotos: bis zu 64 MP (33 MP nativ)
  • Videos: MP4-Format (2560×1440 px), 25 fps, H.265
  • Nachtsicht: bis 20 Meter mit leistungsstarken Infrarot-LEDs
  • Sichtfeld: 120° Weitwinkel
  • Bewegungssensoren: 1 frontal, 2 seitlich 👉 Auslösegeschwindigkeit nur 0,3 Sekunden
  • Speicher: Micro-SD bis 256 GB (Klasse 10 oder höher)
  • Akku: 5.600 mAh, Laufzeit bis zu 6 Monate
  • Bedienung: am Gerät oder über die PetTec App (Wi-Fi Direct)
  • Betriebstemperatur: -20°C bis +60°C

4. Einrichtung: App oder direkt am Gerät

Wir haben beide Varianten ausprobiert – und jede hat ihre Vorteile.

Variante 1: Direkt am Gerät (ohne späteren Zugriff via WLAN)

Perfekt für Puristen. Du legst eine Micro-SD-Karte ein, stellst die wichtigsten Parameter über das Display ein (z. B. Aufnahmemodus, Video- oder Fotoauflösung, Empfindlichkeit der Sensoren), und schon ist die Kamera einsatzbereit.

Rückseite der PetTec Pet Cam Trail mit Bedientasten, geöffnetem Fach und Ein-/Aus-Schalter.
Die Rückseite der Kamera mit Steuertasten, Anschlussfächern und dem Hauptschalter für die Bedienung.

Wenn du sie später auslesen willst, nimmst du einfach die SD-Karte mit ins Haus oder schaust dir die Videos direkt am Gerät über das integrierte Display an.

Variante 2: Mit der PetTec-App

Die Einrichtung über die Hersteller-App hat bei uns sehr einfach funktioniert und lief fehlerfrei durch (selbst 2025 noch keine Selbstverständlichkeit 🤣)

Display der PetTec Pet Cam Trail mit Hinweis „Connecting to the APP, please do not operate the device“.
Während der Verbindung mit der App zeigt die Kamera den Hinweis, dass sie nicht manuell bedient werden soll.
  1. Hinzufügen der PetTec-Kamera: Über die Smartphone-Kamera muss ein QR-Code gescannt werden, damit das Gerät zugeordnet werden kann.
  2. Bluetooth-Kopplung: Nach dem Scannen wird der Kopplungsvorgang automatisch gestartet.
  3. Wi-Fi Direct herstellen: Ebenfalls automatisch erfolgt die Verbindung von Smartphone und PetTec Cam Trail via Wi-Fi Direct. Die Verbindung muss nur über ein Dialogfenster akzeptiert werden.
  4. Einstellungen vornehmen: Über die App können jetzt alle Einstellungen vorgenommen werden. Dazu gehören unter anderem die Empfindlichkeit der Infrarotsensoren, Aufnahmequalität und -dauer, Passwortschutz des Gerätes u. v. m.
Screenshot der PetTec iOS App der zum Hinzufügen eines neuen Geräts auffordert
Schritt 1: Hinzufügen der Kamera
Screenshot der PetTec iOS App der das Koppeln via QR-Code erklärt
Schritt 2: Koppeln via QR-Code
Screenshot der PetTec iOS App der die Kopplung von Smartphone und Wildtierkamera zeigt
Schritt 3: Wi-Fi Direct wird hergestellt
Screenshot der PetTec iOS App mit Einstellungsmöglichkeiten des Infrarotsensors
Schritt 4: Nach Bedarf Einstellungen anpassen

Zusammengefasst: So funktioniert die App-Lösung, nachdem alles eingerichtet wurde

Das WLAN-Modul der Kamera bleibt standardmäßig deaktiviert, um den Energieverbrauch deutlich zu reduzieren. Befindest du dich in Bluetooth-Reichweite der Kamera und öffnest die App, wird die Kamera über Bluetooth „aufgeweckt“ und aktiviert ein eigenes WLAN-Signal. Dein Smartphone verbindet sich automatisch mit diesem Netzwerk (das nennt man dann Wi-Fi Direct) 👉 Du kannst jetzt über die App auf die Medien (Videos und Fotos, die von der Kamera erstellt wurden) zugreifen und Einstellungen anpassen.

5. Montage im Garten – unsere Erfahrungen

Für unseren Praxistest haben wir die Kamera an zwei typischen Standorten im Garten montiert:

Am Zwetschgenbaum wurde sie mit dem mitgelieferten Gurt befestigt. Die Montage ging schnell und der Halt war auch bei windigem Wetter zuverlässig.

Zusätzlich haben wir die Kamera am Gartenhaus angebracht – mithilfe der Wandhalterung (ebenfalls im Lieferumgang enthalten). Die Montage erfolgt über eine Metallplatte (eine art Blechteller), die an der Wand verschraubt wird. Die Kamera wird anschließend an einem kleinen Haltearm befestigt und mit einer Flügelschraube fixiert. Die Kamera kann leicht abgenommen werden, etwa zum Laden des Akkus oder zum Wechseln der SD-Karte. Eine Ausführung der Halterung in einem hochwertigeren Material, wie beispielsweise Edelstahl, wäre aus unserer Sicht wünschenswert gewesen.

6. Erste Nacht im Test

Schon in der ersten Nacht an unserer Amphibienburg hatten wir gleich mehrere Besucher: ein Igel, eine Waldmaus, die kurz durchs Bild huschte, und eine Nachbarskatze auf nächtlichem Streifzug.

Die Kamera reagierte dank der seitlichen Sensoren extrem schnell – auch die Maus, die in der ersten Aufnahme nur am Rand vorbeiflitze, wurde sofort von der Kamera erfasst.

Besonders überzeugt hat uns: die Klarheit der Nachtaufnahmen. Selbst bei völliger Dunkelheit waren die Stacheln des Igels deutlich zu erkennen und die Bilder scharf. Zudem gab es keine einzige Fehlaufnahme, die Kamera hat zuverlässig die Bewegungen von Tieren erfasst.

7. Bild- und Videoqualität bei Tag und Nacht

Wichtiger Hinweis:

Der Vergleich ist subjektiv und bezieht sich auf andere Vogel-, Wildtier und Überwachungskameras, die wir bereits getestet haben. Die Bild- und Videoqualität ist natürlich nicht mit aktuellen Top-Smartphones vergleichbar.

Tagsüber

Die Farbbilder sind scharf (man sieht allerdings leichte Bildfragmente), mit recht natürlichen Farben und guter Belichtung. Bewegungen wie flatternde Vogelflügel werden flüssig dargestellt.

Beispielaufnahme Tag

Nachts

In unserem Garten, mitten im urbanen Raum, sind vor allem die Nachtaufnahmen von besonderer Bedeutung. Die Schwarz-Weiß-Bilder überzeugen durch ihre hohe Detailtreue – selbst Fellstrukturen, Regentropfen oder kleine Insekten im Vordergrund sind deutlich zu erkennen. Die Infrarot-LEDs sorgen für eine gleichmäßige Ausleuchtung, ohne dabei die Tiere zu blenden. Nachts sind kaum störende Bildfragmente erkennbar.

Beispielaufnahme Nacht

8. Die Stärken im Überblick

  • Lange Akkulaufzeit – bis zu 6 Monate im Standby
  • Sehr gute Nachtbilder – klar, detailreich, bis 20 Meter
  • Seitliche Sensoren – schnelle Auslösung auch bei seitlichem Eintritt
  • Einfache App-Einrichtung
  • Display am Gerät – volle Bedienung ohne App
  • Robuste Bauweise für Outdoor-Einsatz bei jedem Wetter

9. Kleine Schwächen und wie man damit umgeht

Die Wi-Fi-Direct-Verbindung ist stabil, aber nicht besonders schnell:

  • Ein flüssiges Live-Streaming ist selbst bei direkter Nähe zum Gerät nicht gewährleistet – insbesondere bei Aufnahmen in maximaler Qualität.
  • Übertragung (Herunterladen) von Videos auf das Smartphone dauert recht lange

Übertragungs-Tipp:

Schaue dir in der App zuerst die Aufnahmeübersicht an und lade nur die spannenden Clips herunter. Alternativ kannst du die SD-Karten entnehmen, wenn du größere Datenmengen übertragen möchtest.

10. Tipps für optimale Aufnahmen

  • Hintergrund nutzen: Wände oder andere nahe Strukturen können das ausgestrahlte Infrarotlicht reflektieren und dadurch die Nachtsicht spürbar verbessern. Durch die Rückstrahlung gelangt mehr Licht zur Kamera, was sich vor allem in Form besser ausgeleuchteter Szenen und höherer Detailgenauigkeit bemerkbar macht. Besonders in beengten Umgebungen oder bei nahen Objekten sorgt diese Reflexion für eine insgesamt klarere Darstellung im IR-Modus. Allerdings kann eine zu starke oder ungleichmäßige Reflexion – etwa durch sehr helle oder glänzende Oberflächen – auch zu Überbelichtung einzelner Bildbereiche führen.
  • PIR-Empfindlichkeit anpassen: Falls bei dir Fehlalarme durch Wind oder bewegte Äste auftreten, lässt sich die Empfindlichkeit der Sensoren entsprechend reduzieren.
  • Akku schonen: Video-Länge moderat einstellen (z. B. 20–30 Sekunden)
  • Kameralinse: Regelmäßig nach Verschmutzung untersuchen und gegebenenfalls reinigen.

11. FAQ zur PetTec Cam Trail

Kann ich die Kamera auch für Haus- und Hofüberwachung nutzen?

Ja, technisch kein Problem. Achte nur auf die rechtlichen Vorgaben.

Brauche ich WLAN im Garten?

Nein, Wi-Fi Direct reicht – du verbindest Smartphone und Kamera direkt.

Kann ich die Aufnahmen auch ohne App ansehen?

Ja, über das Display am Gerät oder direkt per SD-Karte am Computer.

12. Unser Fazit nach mehreren Wochen Test

Die PetTec Cam Trail ist eine zuverlässige, einfach zu bedienende Wildtierkamera mit langer Akkulaufzeit und hervorragender Nachtbildqualität. Besonders die seitlichen Sensoren und die robuste Bauweise machen sie zu einem praktischen Helfer für Gartenbesitzer und alle, die neugierig sind, wer nachts durch ihren Garten streift.

Unser Urteil: klare Empfehlung für spannende Einblicke – ohne nächtliche Nachtschichten 😅.

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