Wildbienen sind hochspezialisierte Bestäuber – und genau das wird ihnen im Garten oft zum Verhängnis. Viele gut gemeinte Gartenpflanzen sehen zwar attraktiv aus, liefern aber kaum nutzbaren Nektar oder Pollen für heimische Wildbienenarten. Gefüllte Blüten, exotische Zierpflanzen oder monotone Staudenbeete helfen den Tieren meist wenig. Entscheidend ist dabei nicht die Menge der Pflanzen, sondern ihre Auswahl. Denn nicht jede Art passt zu jedem Standort – und nicht jede Blüte ist für Wildbienen überhaupt erreichbar oder verwertbar.
In diesem Artikel stellen wir dir heimische, wildbienenfreundliche Pflanzen vor, die sich besonders für sonnige Gärten eignen und gezielt zur Förderung der Artenvielfalt beitragen
Wenn du es unkompliziert halten willst und mit wenigen Pflanzen schnell ein durchgängiges Blühangebot im Garten schaffen möchtest, findest du in unserem Artikel „10 heimische Pflanzen für einen Garten mit Blüte von Januar bis Oktober“ eine kompakte Auswahl bewährter Arten.
Inhaltsverzeichnis

1. Warum Pflanzenauswahl für Wildbienen entscheidend ist
Viele Wildbienenarten haben einen sehr begrenzten Flugradius. Oft bewegen sie sich nur wenige hundert Meter um ihren Nistplatz. Finden sie in diesem Umfeld keine passenden Blüten, können sie ihren Energiebedarf nicht decken – selbst dann nicht, wenn der Garten auf den ersten Blick blütenreich wirkt.
Hinzu kommt, dass ein großer Teil der Wildbienen pollenspezialisiert ist. Diese Arten sammeln Pollen nur an ganz bestimmten Pflanzen oder Pflanzengattungen. Zierpflanzen, gefüllte Blüten oder nicht-heimische Arten sehen zwar attraktiv aus, liefern aber häufig keinen verwertbaren Pollen oder Nektar.

Das führt zu einem unterschätzten Problem:
Blüten sind vorhanden, doch für Wildbienen energetisch wertlos. Die Tiere investieren Zeit und Kraft in die Nahrungssuche – ohne ausreichenden Ertrag. Auf Dauer schwächt das die Population und verhindert erfolgreiche Fortpflanzung.
👉 Deshalb ist die richtige Pflanzenauswahl der Schlüssel: heimische Arten, passend zum Standort, sorgen dafür, dass Wildbienen mit kurzen Wegen ausreichend Nahrung finden. Im nächsten Abschnitt zeigen wir, welche Pflanzen sich je nach Standort besonders bewähren.
Viele Gärten bestehen nicht nur aus sonnigen Beeten. Gerade unter Gehölzen, an Nordseiten oder in halbschattigen Bereichen lassen sich Wildbienen gezielt unterstützen – sofern die Pflanzen passen.
Eine ausführliche Auswahl findest du hier „Wildbienenfreundliche Pflanzen: heimische Arten für schattige Gärten und mehr Vielfalt“.
2. Was „wildbienenfreundlich“ bei Pflanzen wirklich bedeutet
Nicht jede blühende Pflanze ist automatisch wildbienenfreundlich. Entscheidend ist nicht, wie auffällig oder üppig sie blüht, sondern ob Wildbienen aus ihr tatsächlich Nahrung gewinnen können.
Ein zentrales Kriterium sind ungefüllte Blüten. Bei gefüllten Zuchtformen wurden Staubblätter und Nektarquellen oft zu Blütenblättern umgezüchtet. Für Wildbienen sind diese Pflanzen zwar sichtbar, aber nutzlos – sie finden weder Pollen noch Nektar.


Ebenso entscheidend ist die Herkunft der Pflanzen. Heimische Arten – und in vielen Fällen auch alte, wenig veränderte Kulturpflanzen – haben sich gemeinsam mit unseren Wildbienen entwickelt. Viele Arten sind auf genau diese Pflanzen spezialisiert und können Pollen nur dort sammeln. Nichtheimische Zierpflanzen oder stark gezüchtete Sorten passen häufig nicht in dieses ökologische Zusammenspiel.
Auch die Zugänglichkeit spielt eine Rolle: Selbst ungefüllte Blüten sind nicht automatisch geeignet, wenn Nektar und Pollen so tief liegen, dass kleinere Wildbienen sie nicht erreichen. Pflanzen mit offenen, gut erreichbaren Blüten sind daher besonders wertvoll.

👉 Die häufigsten Fehler rund um Wildbienen im Garten – warum blütenreiche Gärten oft trotzdem zu wenig Nahrung bieten und worauf es wirklich ankommt – haben wir im Artikel „Wildbienen im Garten: Diese Fehler schaden mehr, als sie helfen“ zusammengestellt.
3. Heimische Pflanzen für sonnige Standorte
Sonnige Gartenbereiche, offene Beete oder sandige Flächen wirken auf den ersten Blick oft karg – für Wildbienen sind sie jedoch besonders wertvoll. Gerade hier leben viele bodennistende Arten, die offene, warme Böden und ein gut erreichbares Blühangebot benötigen. Wird dieser Bereich gezielt mit heimischen Pflanzen gestaltet, entsteht einer der wichtigsten Lebensräume für Wildbienen überhaupt.
Die folgende Auswahl zeigt bewährte heimische Pflanzen für sonnige Standorte – unterteilt nach Blühzeit, damit Wildbienen vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst Nahrung finden.
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3.1 Frühblüher (wichtig für erste Wildbienen im Jahr)
Krokus (Crocus vernus, Wildformen)

Der Frühlings-Krokus gehört zu den wichtigsten heimischen Frühblühern und liefert bereits sehr zeitig im Jahr Nektar und Pollen. Gerade für früh fliegende Wildbienen ist er eine wertvolle erste Nahrungsquelle, wenn sonst kaum etwas blüht. Besonders gut eignet er sich für sonnige, offene Gartenbereiche und zur Unterpflanzung von Bäumen.
Das Wichtigste zusammengefasst
- Blütezeit: März bis Mai
- Standort: sonnig bis halbschattig
- Boden: durchlässig, nährstoffreich, frisch bis trocken
- Wildbienen-Mehrwert: frühe Nektar- und Pollenquelle für mehrere Wildbienenarten
- Besonderheit: sehr frosthart, verträgt Wurzeldruck und eignet sich ideal zur Verwilderung
Gewöhnlicher Huflattich (Tussilago farfara)

Huflattich ist ein extrem früher Frühblüher: Die gelben Korbblüten erscheinen oft schon, bevor überhaupt Blätter zu sehen sind – und liefern damit früh im Jahr wichtige Nahrung. Als robuste Pionierpflanze kommt er mit mageren, sonnigen Standorten klar und wird von sehr vielen Insekten besucht (inkl. zahlreicher Wildbienenarten).
Das Wichtigste zusammengefasst
- Blütezeit: Februar bis April (je nach Witterung)
- Standort: sonnig, warm
- Boden: durchlässig bis normal, nährstoffarm bis normal; feucht bis trocken (staunässefrei)
- Wildbienen-Mehrwert: sehr hohe Bedeutung (viele Wildbienenarten, darunter auch spezialisierte) + wichtige Frühjahrsquelle
- Besonderheit: Blüten vor den Blättern; breitet sich über Wurzelausläufer/Versamung aus (ggf. begrenzen)
Tipp: im Beet besser im Zaum halten (Ausläufer)
Gewöhnliche Schlehe (Prunus spinosa)

Die Schlehe ist einer der wichtigsten heimischen Frühblüher unter den Gehölzen: Ihre weißen Blüten erscheinen sehr früh im Jahr, noch vor dem Laubaustrieb, und liefern dann reichlich Nektar und Pollen. Als dicht verzweigter, dorniger Strauch ist sie zugleich ein zentraler Lebensraum für Wildbienen, Schmetterlinge und zahlreiche Vogelarten.
Das Wichtigste zusammengefasst
- Blütezeit: Juni bis September
- Standort: sonnig, warm
- Boden: durchlässig, sandig bis steinig, nährstoffarm, trocken
- Wildbienen-Mehrwert: sehr hoher Nektarwert; wird von zahlreichen Wildbienenarten genutzt, darunter auch spezialisierte Arten
- Besonderheit: extrem trockenheitsverträglich und eine der wenigen Pflanzen mit blauen Pollenkörner
3.2 Frühsommer bis Hochsommer (Hauptflugzeit vieler Arten)
Natternkopf (Echium vulgare)

Der Natternkopf ist eine extrem starke Insektenpflanze für sonnige, trockene und magere Standorte. Als zweijährige Pionierpflanze bildet er im 1. Jahr eine Blattrosette und blüht im 2. Jahr lange mit leuchtend blauen Blüten – perfekt für Kiesbeet, Steingarten oder mageres Wildstaudenbeet.
Das Wichtigste zusammengefasst
- Pflanzenart: zweijährig, winterhart (Pfahlwurzler)
- Standort: volle Sonne
- Boden: sehr durchlässig, eher sandig/mineralisch, nährstoffarm, trocken
- Ökologischer Mehrwert: sehr hoch! Wir von vielen Wildbienenarten und Schmetterlingen angeflogen
- Aussaat: am besten direkt an Ort und Stelle (Licht- und Kaltkeimer)
Wiesen-Salbei (Salvia pratensis)

Der Wiesensalbei ist eine typische Art sonniger, magerer Wiesen und gehört zu den wertvollsten heimischen Blütenpflanzen für Wildbienen. Mit seinen weithin sichtbaren, blauen Blütenständen bietet er über viele Wochen hinweg zuverlässig Nahrung – besonders in strukturarmen, sonnigen Gartenbereichen.
Das Wichtigste zusammengefasst
- Blütezeit: Mai bis August (oft zweite Blüte nach Rückschnitt)
- Standort: sonnig, warm, eher trocken
- Boden: durchlässig bis humos, gern kalk-/basenreich, nicht zu stickstoffreich
- Wildbienen-Mehrwert: hervorragende Nektar- und Pollenpflanze; wird von vielen Wildbienen und Hummeln genutzt
- Besonderheit: cleverer Hebelmechanismus der Blüte – vor allem kräftige Hummeln lösen ihn aus und werden dabei gezielt mit Pollen bestäubt
Hornklee (Lotus corniculatus)

Der Gewöhnliche Hornklee ist ein heimischer, flach wachsender Schmetterlingsblütler und einer der stärksten „Insekten-Magnete“ für sonnige, eher trockene Ecken. Er bildet gelbe Blütendolden, ist wintergrün und funktioniert im Garten oft als pflegeleichter Bodendecker.
Das Wichtigste zusammengefasst
- Blütezeit: Mai bis August
- Standort: sonnig, warm; frisch bis trocken
- Boden: durchlässig bis lehmig; kommt auch mit mageren Standorten klar (kein Problem bei Trockenheit dank Pfahlwurzel)
- Ökologischer Mehrwert: extrem hoch – Nahrung für diverse Wildbienenarten (davon viele spezialisiert); zusätzlich wichtige Raupenfutterpflanze
- Besonderheit: Stickstoff-Fixierer – lebt mit Knöllchenbakterien an den Wurzeln und kann den Boden natürlich mit Stickstoff anreichern
Färberkamille (Anthemis tinctoria)

Die Färberkamille ist eine robuste, heimische Kamillenart für sonnige, trockene und eher magere Standorte. Sie blüht ausdauernd mit margeritenähnlichen, gelben Korbblüten, ist pflegeleicht und eine richtig gute Insektenweide – plus „Traditions-Bonus“ als alte Färbepflanze.
Das Wichtigste zusammengefasst
- Blütezeit: Juni bis Oktober
- Standort: Sonne; warm, trocken
- Boden: durchlässig, humusarm bis normal; keine Staunässe
- Ökologischer Mehrwert: sehr hoch – Nahrung für viele Wildbienenarten; außerdem attraktiv für viele Schwebfliegen
- Besonderheit: alte Färbepflanze – die Blüten wurden traditionell zum Gelbfärben genutzt (z. B. auch für Ostereier).
Wilde Möhre (Daucus carota)

Die Wilde Möhre ist die heimische Wildform unserer Gartenmöhre – eine robuste, zweijährige Doldenblütlerin für sonnige, eher trockene Standorte. Ihre weißen Doppeldolden sind ein echter Magnet für Wildbienen, Schwebfliegen und Käfer, und sie liefert gleichzeitig Raupenfutter für mehrere Schmetterlingsarten.
Das Wichtigste zusammengefasst
- Blütezeit: Mai bis Herbst
- Standort: Sonne; warm, trocken
- Boden: durchlässig bis normal, gern nährstoffreich; keine Staunässe
- Wuchs: zweijährig, 30–80 cm, Pfahlwurzel
- Ökologischer Mehrwert: Nahrung für zahlreiche Wildbienen, darunter auch spezialisierte Arten, sowie für Schwebfliegen; zusätzlich wichtig für Schmetterlinge, Käfer und als Raupenfutterpflanze.
- Besonderheit: In der Blütendolde sitzt oft eine einzelne dunkle „Punktblüte“ in der Mitte – vermutlich als „Lock-Insekt“, um Bestäuber anzuziehen.
3.3 Spätsommer bis Herbst (oft unterschätzt, aber entscheidend)
Gewöhnlicher Dost/Oregano (Origanum vulgare)

Oregano ist eine heimische, mehrjährige Staude für sonnige, trockene Standorte und gehört zu den wertvollsten Wildpflanzen für Bestäuber. Die kleinen, offenen Blüten liefern über Wochen hinweg gut erreichbaren Nektar und Pollen und machen ihn zu einer echten Schlüsselart für Wildbienen im Sommer. Gleichzeitig ist Oregano robust, pflegeleicht und vielseitig nutzbar – im Beet ebenso wie im Kübel.
Das Wichtigste zusammengefasst
- Blütezeit: Juni bis September
- Standort: sonnig, warm, offen
- Boden: durchlässig, eher trocken, gern kalkhaltig; Staunässe vermeiden
- Ökologischer Mehrwert: Wichtige Nahrungsquelle für zahlreiche Wildbienenarten sowie weitere Bestäuber durch lange Blütezeit und gut zugängliche Blüten
- Besonderheit: essbare, aromatische Pflanze mit hohem ökologischem Wert; regelmäßiger Rückschnitt fördert kompakten Wuchs und verlängert die Blühfreude
Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)

Die Wiesen-Flockenblume ist eine heimische, ausdauernde Staude und eine der wichtigsten Wildpflanzen für artenreiche, sonnige Gartenbereiche. Ihre großen, violettfarbenen Korbblüten sind über einen langen Zeitraum verfügbar und bieten zahlreichen Insekten leicht zugängliche Nahrung. Besonders in naturnahen Wiesen, offenen Beeten und extensiv gepflegten Flächen entfaltet sie ihren hohen ökologischen Wert.
Das Wichtigste zusammengefasst
- Blütezeit: Juni bis September
- Standort: sonnig, offen
- Boden: durchlässig bis humos, frisch bis eher trocken, nährstoffreich
- Ökologischer Mehrwert: Bedeutungsvolle Nahrungsquelle für zahlreiche Wildbienenarten sowie weitere Bestäuber durch lange Blütezeit und hohen Pollen- und Nektarwert
- Besonderheit: Robuste Wiesenpflanze mit Zweitblüte nach Rückschnitt; Samenstände dienen später auch Vögeln als Nahrungsquelle
Wilde Karde (Dipsacus fullonum)

Die Wilde Karde ist eine zweijährige, distelähnliche Wildpflanze und ein echter Strukturgeber im Naturgarten. Im zweiten Jahr bildet sie ihre markanten, walzenförmigen Blütenstände, die vor allem von Hummeln, Bienen und Schmetterlingen intensiv besucht werden. Lässt man die Pflanze über den Winter stehen, liefern die Samen wertvolles Futter für Finken – und die trockenen Blütenstände sehen nebenbei auch noch richtig gut aus.
Das Wichtigste zusammengefasst
- Blütezeit: Juli bis September
- Standort: Sonne bis Halbschatten
- Boden: durchlässig bis humos, frisch bis feucht, nährstoffreich (gern kalkhaltig)
- Wildbienen-Mehrwert: Gute Nektar- und Pollenquelle für Bienen und Hummeln, besonders an feuchteren Standorten
- Besonderheit: Blüten „wandern“ ringförmig über den Kopf; Samenstände als Winterfutter für Vögel (z. B. Stieglitz) – stehen lassen lohnt sich
Kleiner Klappertopf (Rhinanthus minor)

Der „Kleine Klappertopf“ ist eine heimische, einjährige Wiesenpflanze mit einer ziemlich spannenden „Superkraft“: Als Halbparasit bremst er dominante Gräser aus – dadurch bekommen Wildblumen in einer Blumenwiese mehr Licht und Platz. Für Bienen ist er eher ein Nebenakteur, dafür ist er als Raupenfutterpflanze für mehrere (teils spezialisierte) Schmetterlingsarten richtig wertvoll. Und der Name passt perfekt: In den reifen Kapseln klappern die Samen hörbar.
Das Wichtigste zusammengefasst
- Blütezeit: Mai bis September
- Standort: Sonne bis Halbschatten
- Boden: durchlässig, eher trocken, nährstoffarm, gern kalkhaltig
- Ökologischer Mehrwert: Für Wildbienen eher gering (magerer Nektar-/Pollenwert), dafür wichtiger Baustein für Schmetterlings-Nachwuchs (Raupenfutter)
- Besonderheit: Natürlicher „Gräser-Stopper“ in Blumenwiesen (Halbparasit) – sparsam aussäen und, wenn nötig, vor der Samenreife mähen (v. a. in der Nähe von Futterwiesen/Weiden).
3.4 Ergänzende Strukturpflanzen – für Boden, Struktur & Wildbienenlebensraum
Sand-Thymian (Thymus serpyllum, heimische Arten)

Sand-Thymian (auch Quendel) ist ein heimischer, immergrüner Halbstrauch und eines der besten „Trockenheits-Multitalente“ für sonnige Ecken: niedriger, kriechender Polster-Bodendecker, extrem pflegeleicht – und eine Top-Nektarpflanze. Für Wildbienen und Schmetterlinge ist er extrem wertvoll.
Das Wichtigste zusammengefasst
- Blütezeit: Juni bis Oktober
- Standort: sonnig
- Boden: durchlässig, eher trocken, nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich
- Ökologischer Mehrwert: Nektar- und Pollenpflanze für zahlreiche Wildbienenarten; wichtige Raupenfutterpflanze für verschiedene Schmetterlinge
- Besonderheit: heimischer, trittverträglicher Bodendecker mit aromatischen Blättern; gut geeignet für Trockenbeete, Steingärten und Dachbegrünung
Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum)

Die Kartäuser-Nelke ist eine heimische, ausdauernde Wildstaude für magere, sonnige Standorte. Mit ihren filigranen, purpurroten Blüten setzt sie vertikale Akzente zwischen bodennahen Arten wie Sand-Thymian und ergänzt Trockenbeete nicht nur optisch, sondern auch ökologisch sinnvoll.
Das Wichtigste zusammengefasst
- Blütezeit: Juni bis September
- Standort: sonnig
- Boden: durchlässig, trocken bis mäßig trocken, nährstoffarm
- Ökologischer Mehrwert: Nektar- und Pollenpflanze für Wildbienen und Tagfalter
- Besonderheit: heimische Trockenrasenpflanze mit schlankem Wuchs; ideal als strukturgebender Kontrast zu polsterbildenden Arten
Schon kleine Veränderungen machen einen Unterschied: eine heimische Pflanze mehr, eine Ecke weniger aufgeräumt. So wird der Garten ganz automatisch zu einem wertvollen Lebensraum – für Mensch und Tier.

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